GLEICH ≠ GLEICH
Theaterstück zur Gleichberechtigung für Schulen
Wie gleich sind Mädchen und Jungen, Frauen und Männer eigentlich wirklich? Und wie sehr bestimmen Erwartungen und alte Rollenbilder noch immer, was wir uns selbst und anderen zutrauen?
„Gleich ≠ Gleich“ greift diese Fragen humorvoll und spielerisch auf. Im Mittelpunkt stehen Melina und Lukas, die mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Gleichberechtigung, Geschlechterrollen und Zusammenleben aufeinanderprallen.
Was zunächst wie ein ganz gewöhnlicher Streit beginnt, entwickelt sich durch eine ungewöhnliche Wendung zu einem turbulenten Gedankenexperiment: Plötzlich werden die Vorstellungen der beiden Wirklichkeit – und beide müssen erleben, wohin starre Rollenbilder und vermeintlich einfache Antworten führen können.
Das Stück lädt Jugendliche dazu ein, Klischees zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und über echte Gleichberechtigung nachzudenken – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Humor, Zuspitzung und viel Raum für Gespräch.
DAS THEATERSTÜCK – GLEICH ≠ GLEICH
Im Mittelpunkt von „Gleich ≠ Gleich“ von Raoul Biltgen stehen Melina und Lukas. Schon bei ihrer ersten Begegnung geraten die beiden heftig aneinander. Ihre Vorstellungen davon, wie Frauen und Männer miteinander leben und welche Rollen sie übernehmen sollten, könnten unterschiedlicher kaum sein. (Niederrhein Theater)
Melina fordert Gleichberechtigung – und steigert sich im Streit schließlich in die Vorstellung einer Welt hinein, in der Frauen das Sagen haben. Lukas hingegen sehnt sich nach den vermeintlich guten alten Fünfzigerjahren zurück, in denen die Rollen zwischen Männern und Frauen scheinbar eindeutig verteilt waren.
Da erscheint die geheimnisvolle Wünsch-dir-was-Fee und macht beiden ein ungewöhnliches Angebot: Sie dürfen ihre jeweiligen Wunschwelten tatsächlich ausprobieren. Lukas erlebt sein traditionelles Rollenmodell, Melina eine Welt mit umgekehrten Machtverhältnissen. Doch sehr schnell zeigt sich, dass keine der beiden Vorstellungen zu einem wirklich gleichberechtigten Miteinander führt. (Niederrhein Theater)
Mit Humor, Zuspitzung und bewusst überzeichneten Rollenbildern bringt das Stück Jugendliche dazu, eigene Vorstellungen und Klischees zu hinterfragen. Dabei geht es nicht darum, Unterschiede zwischen Menschen aufzuheben, sondern um die Frage, wie Respekt, Freiheit und Gleichberechtigung auf Augenhöhe gelingen können.
„Gleich ≠ Gleich“ schafft damit einen lebendigen Zugang zu Themen wie Geschlechterrollen, Vorurteilen, Machtverhältnissen, Selbstbestimmung und gegenseitigem Respekt und eröffnet viel Raum für die anschließende Auseinandersetzung mit den Jugendlichen.
DAS PROJEKT – THEATER UND PÄDAGOGISCHE VERTIEFUNG
„Gleich ≠ Gleich“ versteht sich nicht nur als Theateraufführung, sondern als pädagogisch begleitetes Schulprojekt. Das Theaterstück bildet dabei den emotionalen Ausgangspunkt für eine weiterführende Auseinandersetzung mit Gleichberechtigung, Rollenbildern, Vorurteilen und gegenseitigem Respekt.
Nach der Aufführung wird das Erlebte deshalb immer vertieft. Je nach Alter der Schülerinnen und Schüler, zeitlichem Rahmen und Bedarf der Schule kann dies in Form einer ausführlichen Nachbesprechung oder eines Workshops geschehen.
AUSFÜHRLICHE NACHBESPRECHUNG
Im gemeinsamen Gespräch greifen wir zentrale Situationen aus dem Stück auf. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Eindrücke formulieren, die Positionen von Melina und Lukas hinterfragen und darüber diskutieren, wo ihnen vergleichbare Rollenbilder oder Erwartungen im eigenen Alltag begegnen.
Dabei geht es unter anderem um Fragen wie:
- Was bedeutet Gleichberechtigung eigentlich?
- Wo begegnen uns noch immer typische Vorstellungen von „männlich“ und „weiblich“?
- Wann werden Unterschiede zu Vorurteilen oder Einschränkungen?
- Welche Erwartungen stellen andere an uns – und welche stellen wir selbst?
- Wie kann ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe gelingen?
WORKSHOP
Alternativ kann das Theaterstück mit einem vertiefenden Workshop verbunden werden.
Mit theaterpädagogischen und interaktiven Übungen setzen sich die Jugendlichen praktisch mit Rollenbildern, Perspektivwechsel, Vorurteilen und Selbstbestimmung auseinander. Dabei können sie eigene Erfahrungen einbringen, unterschiedliche Positionen ausprobieren und erleben, wie schnell Erwartungen und Zuschreibungen unser Verhalten beeinflussen.
Ziel ist es nicht, fertige Antworten vorzugeben. Die Schülerinnen und Schüler sollen vielmehr darin bestärkt werden, eigene Vorstellungen zu hinterfragen, unterschiedliche Lebensentwürfe zu respektieren und selbstbestimmt ihren eigenen Weg zu gehen.
So entsteht aus der Theateraufführung ein lebendiges Projekt, das zum Nachdenken, Diskutieren und gegenseitigen Verstehen anregt.
WAS DIE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MITNEHMEN
„Gleich ≠ Gleich“ lädt Jugendliche dazu ein, über Rollenbilder, Gleichberechtigung und die eigenen Vorstellungen von Zusammenleben nachzudenken.
Die Schülerinnen und Schüler lernen,
- typische Geschlechterklischees und Rollenbilder zu erkennen,
- eigene Erwartungen und Vorurteile kritisch zu hinterfragen,
- unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und besser zu verstehen,
- zwischen tatsächlichen Unterschieden und gesellschaftlichen Zuschreibungen zu unterscheiden,
- Selbstbestimmung und persönliche Freiheit als wichtige Bestandteile von Gleichberechtigung wahrzunehmen,
- verschiedene Lebensentwürfe und Rollenmodelle zu respektieren,
- Machtverhältnisse und Benachteiligungen bewusster zu erkennen,
- Meinungsverschiedenheiten respektvoll und auf Augenhöhe auszutragen,
- und darüber nachzudenken, was echte Gleichberechtigung im Alltag konkret bedeuten kann.
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass Gleichberechtigung nicht bedeutet, dass alle Menschen gleich sein müssen – sondern dass jede und jeder die gleichen Chancen, Rechte und Möglichkeiten haben sollte, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten.
FÜR SCHULEN UND LEHRKRÄFTE
„Gleich ≠ Gleich“ eignet sich besonders für Schulen, die mit Jugendlichen über Gleichberechtigung, Rollenbilder, Selbstbestimmung und respektvolles Miteinander ins Gespräch kommen möchten.
Das Stück schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen, die im Unterricht schnell abstrakt oder kontrovers wirken können. Durch die humorvolle Zuspitzung der unterschiedlichen Positionen von Melina und Lukas entstehen konkrete Situationen, über die Schülerinnen und Schüler diskutieren können, ohne dass ihnen von vornherein eine fertige Meinung vorgegeben wird.
Das Projekt bietet sich unter anderem an für:
- Projekttage und Themenwochen zu Gleichberechtigung und Vielfalt,
- Unterrichtseinheiten zu Rollenbildern, Gesellschaft und Zusammenleben,
- Präventions- und Demokratieprojekte,
- Angebote zur Stärkung von Respekt und gegenseitiger Akzeptanz,
- die Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Zuschreibungen und gesellschaftlichen Erwartungen.
Durch die anschließende ausführliche Nachbesprechung oder den Workshop werden die Themen des Theaterstücks vertieft und mit der Lebenswelt der Jugendlichen verbunden.
Dabei steht nicht die Vermittlung einer bestimmten Lebensweise im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, eigene Positionen zu reflektieren, andere Perspektiven auszuhalten und respektvoll miteinander zu diskutieren.

GLEICH ≠ GLEICH – AUF EINEN BLICK
Jugendtheater über Gleichberechtigung, Rollenbilder und Klischees
Autor: Raoul Biltgen
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9
Mit: Verena Bill, Michael Koenen und Nadine Schaub
Regie und Dramaturgie: Verena Bill
Schwerpunkte: Gleichberechtigung, Geschlechterrollen, Klischees, Selbstbestimmung, Vorurteile und respektvolles Miteinander
Theaterstück: ca. 60 Minuten ohne Pause
Pädagogische Vertiefung: ausführliche Nachbesprechung oder Workshop
Nachbesprechung: ca. 30 Minuten
Technik: Mobile Gastspielproduktion mit eigener Tontechnik und Headsets. Benötigt werden eine geeignete Spielfläche, Weißlicht von vorne sowie die Möglichkeit zur Einspielung des Tons über die vorhandene Haus-PA.
Geeignet für: weiterführende Schulen, Projekttage, Themenwochen, Präventions- und Demokratieprojekte sowie schulische Angebote zu Gleichberechtigung, Vielfalt und respektvollem Zusammenleben
Ausstattung: NiederrheinTheater
DIE MENSCHEN HINTER DEM PROJEKT
Hinter „Gleich ≠ Gleich“ stehen Verena Bill, Michael Koenen und Nadine Schaub. Als professionell ausgebildete Schauspielerinnen und Schauspieler bringen sie langjährige Bühnenerfahrung in die Inszenierung ein und schaffen einen unmittelbaren, lebendigen Zugang zu den Themen Gleichberechtigung, Rollenbilder und respektvolles Miteinander.
Verena Bill und Michael Koenen verbinden ihre jahrzehntelange professionelle Theaterarbeit zusätzlich mit umfangreicher Erfahrung in der pädagogischen und präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Beide sind Schauspieler, Theatertherapeuten, zertifizierte Mobbing-Beauftragte und Mobbing-Bewältigungscoaches.
Diese Verbindung aus künstlerischer Erfahrung, theatertherapeutischer Arbeit und fachlicher Präventionskompetenz ermöglicht es, die Themen des Stücks nicht nur auf der Bühne anzustoßen, sondern sie anschließend in Nachbesprechungen und Workshops gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern fundiert zu reflektieren und zu vertiefen.
Nadine Schaub ergänzt das Ensemble mit ihrer langjährigen professionellen Schauspiel- und Theatererfahrung und ist fester Bestandteil der Inszenierung „Gleich ≠ Gleich“.
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3 thought on Gleich ≠ Gleich | Thema Gleichberechtigung
Klassenlehrerin: Frau Brüssow
Klasse 8a und das Theaterprojekt Gleich ≠ Gleich vom Niederrheintheater
Gleichberechtigung ist doch selbstverständlich, oder?
Am 05.10.20 nahm die Klasse 8a an einem Theaterprojekt teil. Das Niederrheintheater kam in die Schule, verwandelte die Mensa in ein Theater und führte den Schülerinnen und Schülern unter Coronabedingungen ein „Jugendtheaterstück über Geschlechterrollen, Gleichberechtigung und Klischees“ vor. Schwerpunkt war, dass Männer und Frauen zum Teil immer noch in den alten Rollenbildern gefangen sind und Schwierigkeiten haben, eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Beziehung zu leben. Das Stück von Raoul Biltgen war für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a unterhaltsam und kurzweilig. In Workshops wurde die Thematik mit den Lernenden weiter vertieft. Viele Schülerinnen und Schüler der Klasse äußerten nach dem Projekt, dass sie über die verinnerlichten Rollenbilder bisher noch nicht nachgedacht hätten, aber nun bewusster auf Klischees achten wollten. Frau Brüssow stellte in der Evaluation des Stückes fest, dass die Schülerinnen und Schüler positiv auf das Stück reagiert haben und findet diese Öffnung der Schule sehr sinnvoll. Sie würden ein solches Projekt immer wieder machen! Die Zusammenarbeit mit dem Niederrheintheater war zum wiederholten Male erfolgreich, facettenreich und trägt in ganzheitlicher Form zur Sensibilisierung der Wahrnehmung von Gleichberechtigung in der Gesellschaft bei.
Liebe 7c, liebe Frau Markowitz,
Vielen Dank für den aussagekräftigen Kommentar.
Uns hat die Premiere mit Euch auch sehr gut gefallen, wir waren gespannt auf die Nachbesprechung und die war sehr interessant und abwechslungsreich.
Wir wünschen Euch weiterhin ein schönes Schuljahr und freuen uns auf ein nächstes Mal.
Euer Niederrheintheater
Liebes Ensemble vom Niederrheintheater,
vielen lieben Dank für die gelungene Aufführung von „gleich ungleich gleich“ (meiner Tastatur fehlt das richtige Zeichen). Meinen Schüler und mir hat das Stück sehr gut gefallen und wir hatten noch spannende Diskussionen auf dem Rückweg und im Klassenraum. Besonders beachtlich fanden wir neben den inhaltlichen Denkanstößen die schauspielerische Leistung. Es gibt nichts peinlicheres als Erwachsene, die Jugendliche schlecht imitieren. Und Ihnen ist es perfekt gelungen die Mimik und Körpersprache Heranwachsender zu adaptieren. Ich kann das wirklich beurteilen, denn ich haben die Schüler seit 10 Jahren viele Stunden beobachtet.
Chapeau! Das ist Ihnen wirklich sehr gut gelungen.
Wir wünschen Ihnen weitere spannende Begegnungen mit Schülern und Lehrern! Danke!!!
Ihre 7c vom Gymnasium an der Gartenstrasse und Eva Markowitz
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