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Über die Schädlichkeit des Tabaks – Theaterkonzert

ÜBER DIE SCHÄDLICHKEIT DES TABAKS – THEATERKONZERT

Eigentlich soll Njuchin nur einen wissenschaftlichen Vortrag über die Schädlichkeit des Tabaks halten.

Eigentlich.

Doch schon nach wenigen Sätzen wird deutlich, dass ihn etwas ganz anderes beschäftigt: seine Ehe, seine dominante Frau, seine unerfüllten Wünsche – und die ernüchternde Bilanz eines Lebens, das offenbar ganz anders verlaufen ist, als er es sich einmal vorgestellt hatte.

Aus dem angekündigten Vortrag entwickelt sich bei Anton Tschechow eine ebenso komische wie berührende Lebensbeichte.

Njuchin redet sich um Kopf und Kragen, schweift ab, widerspricht sich selbst und lässt hinter seiner scheinbar komischen Fassade immer mehr von einem Menschen erkennen, der von Freiheit träumt und längst vergessen hat, wie sie sich anfühlt.

Das NiederrheinTheater verbindet Tschechows berühmten Einakter mit Musik zu einem besonderen Theaterkonzert, bei dem Schauspiel und musikalische Gestaltung gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

In der klassischen Theaterkonzert-Fassung wird der Abend von Emanuele Martinez an der Gitarre und Arthur Jogerst am Klavier gestaltet. Schauspiel und Konzertmusik schaffen dabei gemeinsam einen Spannungsbogen zwischen Tschechows feinem Humor, seinen melancholischen Zwischentönen und den unausgesprochenen Sehnsüchten seiner Figur.

Alternativ kann „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ in einer zweiten musikalischen Fassung mit Achim Schütz gebucht werden. Mit Gitarre, Gesang und ausgewählten Liedern entsteht ein persönlicherer, liedorientierter Theaterabend mit einer ganz eigenen Atmosphäre.

Welche Fassung sich am besten eignet, richtet sich nach Veranstaltungsort, Publikum und gewünschtem Rahmen und wird individuell mit dem Veranstalter abgestimmt.

„Über die Schädlichkeit des Tabaks“ zeigt Tschechow in seiner ganzen Meisterschaft: Ein scheinbar kleiner komischer Vortrag öffnet plötzlich den Blick auf eine Ehe, ein ganzes Leben und einen Menschen, der für einen kurzen Moment den Mut findet, auszusprechen, was ihn wirklich bewegt.

Komisch, melancholisch und verblüffend menschlich – Tschechow und Musik in einem außergewöhnlichen Theaterabend.

DAS STÜCK – DER THEATERABEND

Iwan Iwanowitsch Njuchin soll einen Vortrag über die Schädlichkeit des Tabaks halten.

Das Thema hat allerdings einen kleinen Haken: Eigentlich interessiert es ihn überhaupt nicht.

Schon nach wenigen Sätzen schweift Njuchin ab. Statt über Nikotin und Gesundheit zu sprechen, erzählt er von seiner Frau, seiner Familie, seinem Alltag – und schließlich von seinem ganzen Leben.

Was zunächst wie ein komisch misslungener Vortrag wirkt, entwickelt sich immer mehr zu einer sehr persönlichen Beichte.

Njuchin beschreibt eine Ehe, in der seine Frau eindeutig das Sagen hat. Er arbeitet für sie, erledigt Aufgaben, unterrichtet in ihrer Musikschule und versucht seit Jahren, ihren Erwartungen gerecht zu werden.

Nach außen wirkt das komisch. Doch je länger er spricht, desto deutlicher wird, dass hinter seinen Abschweifungen ein Mensch steht, der sich nach etwas ganz Einfachem sehnt:

Freiheit.

Für einen kurzen Moment wagt Njuchin, von einem anderen Leben zu träumen. Von einem Leben ohne Angst, ohne ständige Kontrolle und ohne die Rolle, die ihm längst zugewiesen wurde.

Dann holt ihn die Wirklichkeit wieder ein.

Gerade darin liegt die große Qualität von Anton Tschechows Einakter. Innerhalb weniger Minuten verändert sich die Wahrnehmung der Figur: Aus einem etwas unbeholfenen Vortragenden wird ein Mensch mit Hoffnungen, Enttäuschungen und einer tiefen Sehnsucht nach einem anderen Leben.

Tschechow verbindet dabei Komik und Tragik auf engstem Raum. Das Publikum lacht über Njuchins Abschweifungen – und erkennt gleichzeitig, dass hinter diesen komischen Momenten eine sehr ernsthafte Lebensgeschichte steckt.

In unserer Fassung wird diese Entwicklung durch Musik erweitert.

In der Theaterkonzert-Fassung mit Emanuele Martinez und Arthur Jogerst treten klassische Musik und Schauspiel gleichberechtigt miteinander in Beziehung. Die Musik schafft eigene Räume, greift Stimmungen auf und erweitert Tschechows Monolog um eine zweite künstlerische Ebene.

Alternativ begleitet Achim Schütz den Abend mit Gitarre, Gesang und ausgewählten Liedern und gibt der Geschichte damit eine andere, persönlichere musikalische Farbe.

So entsteht aus einem scheinbar einfachen Vortrag ein Theaterabend über Ehe, Anpassung, unerfüllte Wünsche, Freiheit und die Frage, wie viel vom eigenen Leben eigentlich übrig bleibt, wenn man immer nur funktioniert.

UNSERE INSZENIERUNG

„Über die Schädlichkeit des Tabaks“ ist bei uns ein unmittelbarer, bitterkomischer Theaterabend, der ganz von der Begegnung zwischen Njuchin und seinem Publikum lebt.

Unter der Regie von Verena Bill spielt Michael Koenen den Vortragenden Iwan Iwanowitsch Njuchin nach der Methode des „Lebendigen Spiels“. Die angekündigte wissenschaftliche Vorlesung ist dabei nur der Ausgangspunkt. Sehr schnell sucht Njuchin den direkten Blickkontakt zu den Zuschauern, spricht sie an und macht sie gewissermaßen zu Vertrauten seiner immer persönlicher werdenden Lebensbeichte.

Die vierte Wand ist von Beginn an geöffnet. Das Publikum erlebt nicht einfach einen Mann, der einen Monolog spricht, sondern sitzt tatsächlich in Njuchins Vortrag. Seine Abschweifungen, seine kleinen Fluchten, seine komischen Bemerkungen und schließlich seine sehr persönlichen Geständnisse richten sich unmittelbar an die Menschen vor ihm.

Verena Bill gibt dem Abend einen zusätzlichen szenischen Rahmen. In einer kleinen Rolle führt sie Njuchin zu Beginn in die Situation hinein – und am Ende holt sie ihn wieder zurück in jene Wirklichkeit, aus der er während seines Vortrags für einen kurzen Moment auszubrechen versucht.

Gerade dadurch bekommt Tschechows Schluss eine besondere Wirkung.

Das Bühnenbild bleibt bewusst reduziert. Kostüm, wenige Requisiten und eine klare Spielsituation reichen aus, um Njuchins Welt entstehen zu lassen. Im Mittelpunkt stehen Sprache, Schauspiel, Timing und die feinen Wechsel zwischen Komik und Tragik.

Eine besondere Erweiterung erfährt die Inszenierung durch die Musik.

In der Theaterkonzert-Fassung mit Emanuele Martinez an der Violine und Arthur Jogerst am Klavier stehen Schauspiel und klassische Musik gleichberechtigt nebeneinander. Werke unter anderem von Mozart, Mendelssohn, Schubert, Elgar und Massenet schaffen einen musikalischen Rahmen, ohne Tschechows Stück lediglich zu illustrieren. Theater und Konzert entwickeln vielmehr jeweils ihre eigene Wirkung und treten miteinander in einen künstlerischen Dialog. (Niederrhein Theater)

Mit genau dieser Theaterkonzert-Fassung war das NiederrheinTheater im Juli 2026 zur Internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler eingeladen. Für das Ensemble war es bereits die dritte Einladung zu diesem renommierten Festival nach 2018 und 2021. (Niederrhein Theater)

Alternativ kann die Inszenierung mit Achim Schütz gestaltet werden. Gitarre, Gesang und ausgewählte Lieder geben dem Abend eine persönlichere, liedorientierte Atmosphäre und schaffen eine zweite, bewusst andersartige musikalische Fassung.

So entsteht aus Tschechows kleinem Einakter ein erstaunlich großer Theaterabend: komisch, melancholisch, musikalisch und unmittelbar – getragen von der Nähe zwischen Schauspieler und Publikum und von einem Text, dessen menschliche Wahrheit bis heute verblüffend gegenwärtig ist.

FÜR PUBLIKUM UND VERANSTALTER

„Über die Schädlichkeit des Tabaks“ eignet sich für ein Publikum, das große Literatur, feinen Humor, intensive Schauspielkunst und Musik in einer konzentrierten Form erleben möchte.

Tschechows Einakter ist zugleich komisch, melancholisch und erstaunlich gegenwärtig. Durch die direkte Ansprache entsteht eine besondere Nähe: Njuchin spricht nicht in einen leeren Raum, sondern ganz unmittelbar zu den Menschen vor ihm.

Für Veranstalter ist die Produktion besonders flexibel einsetzbar. Sie kann als eigenständiger Theaterabend gebucht werden – oder gemeinsam mit „Schwanengesang“ zu einem vollständigen Tschechow-Abend mit Pause verbunden werden.

Gerade diese Kombination ist besonders reizvoll: Michael Koenen spielt an einem Abend zwei völlig unterschiedliche Tschechow-Figuren. In „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ ist er der unsichere, unterdrückte und zugleich komische Njuchin; in „Schwanengesang“ der alte Schauspieler Swetlowidow, der auf sein Leben und seine Bühne zurückblickt.

Für das Publikum entsteht dadurch ein zusätzlicher Reiz: Es erlebt unmittelbar, wie sich ein Schauspieler innerhalb eines Abends vollständig verwandelt – in Haltung, Stimme, Energie und Charakter.

Auch musikalisch kann das Doppelprogramm unterschiedlich gestaltet werden: mit Achim Schütz in einer liedorientierten Fassung oder als Theaterkonzert mit Emanuele Martinez und Arthur Jogerst.

So entsteht auf Wunsch ein kompletter Theaterabend mit zwei Einaktern, einer Pause, großer stilistischer Abwechslung und einem klaren dramaturgischen Bogen.

Besonders geeignet ist die Produktion für Theater- und Kulturreihen, Literaturveranstaltungen, Bürgerhäuser, Kulturzentren, Bibliotheken, kleinere Bühnen und besondere Veranstaltungsorte.

„Über die Schädlichkeit des Tabaks“ funktioniert damit sowohl als kompakter Einzelabend als auch als Teil eines hochwertigen Tschechow-Doppelprogramms, das Schauspiel, Literatur und Musik in besonders abwechslungsreicher Form verbindet.

ÜBER DIE SCHÄDLICHKEIT DES TABAKS – THEATERKONZERT – AUF EINEN BLICK

Anton Tschechows bitterkomischer Einakter – unmittelbares Schauspiel, direkte Publikumsnähe und Musik in zwei unterschiedlichen Fassungen.

DER THEATERABEND

● Einakter von Anton Tschechow

● Regie und Dramaturgie: Verena Bill

● Mit Michael Koenen als Iwan Iwanowitsch Njuchin

● Verena Bill in einer kleinen Rahmenrolle zu Beginn und am Ende

● Inszeniert nach Verena Bills Methode des „Lebendigen Spiels“

● Die vierte Wand ist bewusst geöffnet

● Direkte Ansprache und intensiver Blickkontakt mit dem Publikum

● Wechsel zwischen feiner Komik, persönlicher Lebensbeichte und melancholischen Momenten

● Mit der Theaterkonzert-Fassung 2026 zur Internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler eingeladen

● Als eigenständiges Kurzprogramm oder gemeinsam mit „Schwanengesang“ als vollständiger Tschechow-Abend mit Pause buchbar

VARIANTE 1 – DAS THEATERKONZERT

In der klassischen Theaterkonzert-Fassung stehen Schauspiel und Musik gleichberechtigt nebeneinander.

● Michael Koenen als Njuchin

● Verena Bill in einer kleinen Rolle

● Emanuele Martinez – Geige

● Arthur Jogerst – Klavier

● Klassische Konzertmusik und Tschechows Schauspiel bilden einen gemeinsamen dramaturgischen Bogen

● Theater und Musik ergänzen sich, ohne dass die Musik lediglich zur Begleitung des Schauspieles wird

● Besonders atmosphärische Verbindung von Konzert und Theater

● Diese Fassung wurde 2026 bei der Internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler präsentiert

● Besonders geeignet für Theater, Kulturreihen, Konzertsäle, Kulturzentren und besondere Veranstaltungsräume

VARIANTE 2 – SCHAUSPIEL, GITARRE & GESANG

Alternativ kann der Abend mit Achim Schütz musikalisch gestaltet werden.

● Michael Koenen als Njuchin

● Verena Bill in einer kleinen Rolle

● Achim Schütz – Gitarre und Gesang

● Ausgewählte Lieder und musikalische Übergänge ergänzen Tschechows Geschichte

● Persönlicher, warmer und liedorientierter Charakter

● Besonders geeignet für kleinere Bühnen, Bürgerhäuser, Bibliotheken, Museen und besondere Kulturorte

Welche Fassung am besten zu einer Veranstaltung passt, stimmen wir individuell mit dem Veranstalter ab – abhängig von Spielort, Publikum und gewünschtem Veranstaltungsformat.

DAS TSCHECHOW-DOPPELPROGRAMM

„Über die Schädlichkeit des Tabaks“ kann gemeinsam mit „Schwanengesang“ zu einem vollständigen Theaterabend verbunden werden.

● Zwei unterschiedliche Einakter von Anton Tschechow

● Zwei vollkommen unterschiedliche Rollen für Michael Koenen

● Wechsel zwischen Komik, Melancholie und großer Schauspielkunst

● Pause zwischen beiden Stücken möglich

● Wahlweise mit Achim Schütz oder als klassisches Theaterkonzert mit Emanuele Martinez und Arthur Jogerst

● Besonders abwechslungsreicher Abend für Veranstalter, die ihrem Publikum ein vollständiges Tschechow-Programm anbieten möchten

BÜHNE & AUSSTATTUNG

● Bewusst reduziertes Bühnenbild

● Kostüm und ausgewählte Requisiten werden vom NiederrheinTheater mitgebracht

● Die konzentrierte Form ermöglicht Gastspiele auch an kleineren und ungewöhnlichen Spielorten

● Der Raum sollte für die gewünschte Theateratmosphäre möglichst verdunkelbar sein

TON & LICHT

● Benötigt wird eine gute Weißlicht-Ausleuchtung von vorne

● Eigene Funk-Headsets können bei Bedarf vom NiederrheinTheater mitgebracht werden

● Eine vorhandene Haus-PA kann genutzt werden

● Musik- und Toneinspielungen können über unser iPad in die Hausanlage eingespeist werden

● Die technischen Voraussetzungen für Gitarre, Klavier, Gesang und Schauspiel werden vor dem Gastspiel individuell abgestimmt

● Alle organisatorischen und technischen Details werden im Vorfeld unkompliziert mit dem Veranstalter geklärt

BESONDERS GEEIGNET FÜR

Theater- und Kulturreihen · Literaturveranstaltungen · Bürgerhäuser · Kulturzentren · Bibliotheken · Museen · kleinere Bühnen · Konzertformate · besondere Veranstaltungsorte

„Über die Schädlichkeit des Tabaks – Theaterkonzert“ bietet Veranstaltern ein flexibles, literarisch anspruchsvolles und zugleich höchst unterhaltsames Gastspielformat – als kompakter Einzelabend oder gemeinsam mit „Schwanengesang“ als vollständiger Tschechow-Abend mit Musik, Pause und großer schauspielerischer Vielfalt.

DIE MENSCHEN HINTER DEM THEATERABEND

„Über die Schädlichkeit des Tabaks“ verbindet intensives Schauspiel, unmittelbare Publikumsnähe und Musik zu einem sehr persönlichen Tschechow-Abend.

Im Mittelpunkt stehen die Schauspielarbeit von Michael Koenen und die Regie von Verena Bill. Je nach gewählter Fassung wird die Inszenierung musikalisch entweder von Achim Schütz oder von Emanuele Martinez und Arthur Jogerst gestaltet.

Dabei ist die Musik keine bloße Begleitung. Sie erhält ihren eigenen Raum und tritt in einen Dialog mit Tschechows Sprache, seinem Humor und den melancholischen Momenten des Stücks.

Verena Bill ist Regisseurin, Schauspielerin, Autorin und künstlerische Leiterin des NiederrheinTheaters. Sie studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Philosophie und absolvierte bereits in den 1990er-Jahren eine mehrjährige Schauspielausbildung bei dem russischen Schauspieler und Regisseur Wladimir Matuchin.

In dieser Zeit begann ihre intensive Auseinandersetzung mit der russischen Schauspieltradition und mit Anton Tschechow. Die besondere Verbindung von Komik und Tragik, die Genauigkeit seiner Figuren und sein Blick auf menschliche Widersprüche prägen ihre Theaterarbeit bis heute.

Bei „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ führte Verena Bill Regie und entwickelte die Inszenierung nach ihrer Methode des „Lebendigen Spiels“.

In einer kleinen, aber wichtigen Rahmenrolle ist sie selbst zu Beginn und am Ende auf der Bühne zu erleben. Sie führt Njuchin gewissermaßen in seinen Vortrag hinein – und holt ihn am Schluss wieder zurück in seine Realität.

Michael Koenen ist professionell ausgebildeter Schauspieler, Mitbegründer und organisatorischer Leiter des NiederrheinTheaters. Seit vielen Jahren steht er in Schauspiel-, Komödien- und Literaturproduktionen auf der Bühne und beschäftigt sich gemeinsam mit Verena Bill intensiv mit dem Werk Anton Tschechows.

Als Iwan Iwanowitsch Njuchin trägt er den Theaterabend über weite Strecken allein.

Die Rolle verlangt eine besondere Mischung aus Komik, Verletzlichkeit, sprachlicher Präzision und direkter Publikumsnähe. Njuchin beginnt als etwas unbeholfener Vortragender und öffnet sich im Laufe des Abends immer weiter, bis aus seinem Vortrag eine sehr persönliche Lebensbeichte wird.

Michael Koenen sucht dabei bewusst den Blickkontakt zum Publikum, spricht die Zuschauer direkt an und macht sie zu Vertrauten seiner Figur. Gerade diese unmittelbare Verbindung gehört zu den prägenden Elementen der Inszenierung.

Achim Schütz ist Gitarrist, Sänger und Songwriter aus Düsseldorf und verfügt über jahrzehntelange musikalische Erfahrung.

Seit seiner Kindheit begleitet ihn die Gitarre. Im Laufe seiner musikalischen Laufbahn spielte er in unterschiedlichen Bands und Projekten, arbeitete als Sänger und Songwriter und veröffentlichte eigene Musik.

Heute tritt er regelmäßig mit Gitarre und Gesang auf und gehört als Gitarrist zur Düsseldorfer Band The Jollies.

Mit dem NiederrheinTheater verbindet ihn eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit.

In seiner Fassung von „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ schaffen Gitarre, Gesang und ausgewählte Lieder eine warme, persönliche musikalische Ebene. Die Musik greift Stimmungen des Stücks auf, schafft Übergänge und gibt dem Abend einen ganz eigenen Charakter.

In der Theaterkonzert-Fassung begegnen Emanuele Martinez an der Gitarre und Arthur Jogerst am Klavier dem Schauspiel als gleichberechtigte künstlerische Partner.

Die klassische Musik wird bewusst nicht nur zur Illustration eingesetzt. Konzert und Theater erhalten jeweils ihren eigenen Raum und verbinden sich dennoch zu einem gemeinsamen Spannungsbogen.

Gerade dieser Wechsel zwischen Tschechows bitterkomischer Lebensbeichte und der Konzertmusik macht den besonderen Charakter des Theaterkonzerts aus.

Mit dieser Fassung war das NiederrheinTheater 2026 zur Internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler eingeladen. Dort wurde die langjährige Tschechow-Arbeit des Ensembles mit der musikalischen Arbeit von Emanuele Martinez und Arthur Jogerst zu einem gemeinsamen Theaterkonzert verbunden.

So kann „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ in zwei musikalisch sehr unterschiedlichen Formen erlebt werden – persönlich und liedorientiert mit Achim Schütz oder konzertant mit Emanuele Martinez und Arthur Jogerst.

Was beide Varianten verbindet, ist der gleiche Anspruch: Tschechows Sprache, intensives Schauspiel und Musik zu einem unmittelbaren und eigenständigen Theatererlebnis zusammenzuführen.

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