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Verena Bill | Regie | Autorin | Schauspiel | Mobbingbeauftragte | Dozentin | Organisation

VERENA BILL

Verena Bill ist Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und künstlerische Leiterin des NiederrheinTheaters. Gemeinsam mit Michael Koenen gründete sie 2007 das professionelle Tourneetheater in Brüggen und entwickelte es zu einem vielseitigen Theater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ihre Arbeit verbindet fundierte Schauspielausbildung, jahrzehntelange Bühnenerfahrung, eigene Theaterstücke, theatertherapeutische Qualifikationen und gesellschaftlich engagierte Präventionsprojekte.

Im Mittelpunkt steht für sie ein Theater, das Menschen berührt, zum Nachdenken anregt und Geschichten unmittelbar, lebendig und nah am Publikum erzählt.

Verena Bill studierte an der Ruhr-Universität Bochum Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Philosophie.

Parallel zum Studium absolvierte sie eine dreijährige Schauspielausbildung bei dem russischen Schauspieler und Regisseur Wladimir Matuchin. Gemeinsam mit ihm gründete sie 1994 das Pivo Theater Düsseldorf.

Während ihres Studiums hospitierte sie am Düsseldorfer Schauspielhaus bei Inszenierungen von Werner Schroeter, Karin Beier und Michael Wallner. Nach ihrem Studium führte sie ein erstes Engagement an ein Bochumer Tourneetheater für Kinder und Jugendliche.

Diese frühen Erfahrungen prägten ihren Blick auf Schauspiel, Regie und die besondere Beziehung zwischen Bühne und Publikum. Weitere Fortbildungen an privaten Schauspielschulen sowie unterschiedliche künstlerische Stipendien erweiterten ihre praktische und methodische Arbeit.

Aus ihrer Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Schauspielmethoden entwickelte Verena Bill ihren eigenen Ansatz: das „Lebendige Spiel“.

Im Mittelpunkt stehen glaubwürdige Figuren, nachvollziehbare Beweggründe, emotionale Wahrhaftigkeit und ein unmittelbares Zusammenspiel auf der Bühne. Schauspiel soll nicht äußerlich behauptet werden, sondern aus der Situation, der Figur und dem Kontakt mit dem Gegenüber entstehen.

Dieser Ansatz prägt ihre Arbeit als Regisseurin ebenso wie ihre eigenen Rollen und ihre Tätigkeit als Schauspieldozentin.

Ob Märchen, Komödie, literarischer Klassiker oder Jugendtheater: Die Figuren sollen für das Publikum lebendig werden und einen Zugang zu den Fragen und Gefühlen der jeweiligen Geschichte eröffnen.

Neben ihrer Theaterarbeit sammelte Verena Bill über mehrere Jahre Erfahrungen im Fernsehen.

Sie wirkte in Fernsehproduktionen mit und war bis 2007 als Moderatorin beim Sender QVC tätig. Die regelmäßige Arbeit vor der Kamera und in Live-Sendungen schulte ihre Präsenz, ihre sprachliche Ausdruckskraft und ihren sicheren Umgang mit unmittelbaren Situationen.

Diese Erfahrungen fließen bis heute in ihre Bühnenarbeit, ihre Inszenierungen und ihre Seminare ein.

2007 gründete Verena Bill gemeinsam mit Michael Koenen das NiederrheinTheater in Brüggen. Die erste Spielstätte befand sich im Schloss Dilborn. Mit Henrik Ibsens „Nora oder ein Puppenheim“ entstand die Gründungsinszenierung des Theaters.

Von Beginn an gehörten klassische und moderne Theaterstücke, Kindertheater, Jugendtheater und Gastspiele zum künstlerischen Profil.

Als künstlerische Leiterin verantwortet Verena Bill die Regie, Dramaturgie, Stückentwicklung und Programmplanung. Sie arbeitet eng mit dem Ensemble zusammen und entwickelt Inszenierungen, die sowohl auf größeren Bühnen als auch an unterschiedlichen Gastspielorten unmittelbar funktionieren.

2010 gründete sie gemeinsam mit Michael Koenen die Niederrheinischen Theaterfestspiele im historischen Innenhof der Burg Brüggen. Die Festspiele wurden über viele Jahre zu einem wichtigen Bestandteil des regionalen Kulturlebens.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Schreiben und Bearbeiten von Theaterstücken.

Für das NiederrheinTheater entwickelte Verena Bill unter anderem eigene Bühnenfassungen und Stücke wie „Rumpelstilzchen“, „Der Froschkönig“, „Der Fischer und seine Frau“, „Hänsel und Gretel“, „Schneewittchen“, „König Drosselbart“, „Die drei Wünsche“, „Der kleine Weihnachtsgeist“ und „Bonnie und Clyde“.

Auch bei weiteren Kinder- und Familienproduktionen verantwortet sie die dramaturgische Bearbeitung und Regie.

Ihre Märchenfassungen verbinden bekannte Geschichten mit Humor, lebendigen Figuren und einer unmittelbaren Ansprache des jungen Publikums. Gleichzeitig entstehen Familienprogramme, die auch begleitenden Erwachsenen einen eigenständigen Theatergenuss ermöglichen.

Für die Präventionsarbeit schrieb und entwickelte sie außerdem die Fairness-Fighter-Programme „Gemeinsam statt gemein!“ und „Im freien Fall“.

Verena Bill steht seit vielen Jahren regelmäßig selbst auf der Bühne. Ihr Repertoire reicht von Märchen und Kinderbuchklassikern bis zu modernen Komödien und anspruchsvoller Theaterliteratur.

Zu den Produktionen gehören unter anderem „Nora oder ein Puppenheim“, „Offene Zweierbeziehung“, „Fräulein Julie“, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“, „Der Anruf“, „Alles über Liebe“, „Die Niere“, „Engelchen und Teufelchen“ sowie zahlreiche Inszenierungen von Anton Tschechow.

Im Kindertheater ist sie unter anderem in „Pippi Langstrumpf“, „Hänsel und Gretel“, „Die kleine Hexe“, „Eine Woche voller Samstage“, „Nils Holgersson“ und allen Märchenproduktionen zu erleben.

In Tschechows „Die Möwe“ verkörperte sie die Schauspielerin Irina Nikolajewna. In „Engelchen und Teufelchen“ spielt sie an der Seite von Michael Koenen das Engelchen.

Die Werke Anton Tschechows nehmen in Verena Bills künstlerischer Arbeit einen besonderen Platz ein.

Bereits früh inszenierte sie dessen Einakter „Der Bär“, „Der Heiratsantrag“ und „Ein geplatztes Geschäft“. Mit diesen Produktionen gastierte das NiederrheinTheater unter anderem bei der Internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler.

2021 folgte die große Ensembleproduktion „Die Möwe“, gefördert durch den Fonds Darstellende Künste und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

2026 wurde das NiederrheinTheater erneut nach Badenweiler eingeladen und präsentierte das Theaterkonzert „Über die Schädlichkeit des Tabaks – Theater und Musik begegnen Anton Tschechow“.

Seit 2026 ist das NiederrheinTheater Mitglied der Deutschen Tschechow-Gesellschaft und vertieft damit seine langjährige Auseinandersetzung mit dem Werk des russischen Dramatikers.

Verena Bill absolvierte eine mehrjährige Ausbildung zur Schauspiel- und Theatertherapeutin am IEK in Köln.

Die theatertherapeutische Arbeit eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, persönliche Erfahrungen, Gefühle und soziale Situationen über das Spiel verständlich und bearbeitbar zu machen.

Ihre Kenntnisse fließen insbesondere in die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Gruppen ein. Sie ergänzen die künstlerische Theaterarbeit durch einen sensiblen Blick auf Beziehungen, Konflikte, individuelle Entwicklung und Gruppendynamik.

Gemeinsam mit Michael Koenen entwickelte Verena Bill das Präventionsprojekt „Fairness Fighter“.

Als ausgebildete Theatertherapeutin sowie zertifizierte Mobbing-Beauftragte und Mobbing-Bewältigungscoach verbindet sie professionelles Schauspiel mit fundierter Präventionsarbeit.

Die Programme „Gemeinsam statt gemein!“ für jüngere Schülerinnen und Schüler und „Im freien Fall“ für weiterführende Schulen machen Mobbing, Cybermobbing, Ausgrenzung und Gruppendynamiken unmittelbar erlebbar.

Ergänzend zu den Theateraufführungen leitet sie Nachbesprechungen mit Schulklassen, Elternabende und Fortbildungen für Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte.

Im Mittelpunkt stehen Empathie, Zivilcourage, hilfreiche Handlungsmöglichkeiten und die gemeinsame Verantwortung für ein respektvolles Miteinander.

Verena Bill arbeitet seit vielen Jahren als Schauspieldozentin.

Bereits vor der Gründung des NiederrheinTheaters unterstützte sie Theatergruppen und vermittelte Grundlagen des Schauspiels. Seit 2006 leitet sie Theaterkurse auf Grundlage ihrer Methode des „Lebendigen Spiels“.

Gemeinsam mit Michael Koenen entwickelte sie darüber hinaus Sommerschulen, Theaterworkshops, Schulprojekte und kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche.

Seit 2017 wurden mehrere Präventions- und Theaterprojekte auch im Zusammenhang mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ durchgeführt.

  • Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum.
  • Dreijährige Schauspielausbildung bei Wladimir Matuchin.
  • Langjährige Tätigkeit als Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Schauspieldozentin.
  • Ausbildung zur Schauspiel- und Theatertherapeutin am IEK in Köln.
  • Zertifizierung als Mobbing-Beauftragte.
  • Qualifikation im Mobbing-Bewältigungscoaching.
  • Langjährige Erfahrung in der Leitung von Elternabenden, Lehrerfortbildungen und Präventionsprojekten.

Für Verena Bill ist Theater ein Ort der Freiheit, der Emotion und des gemeinsamen Nachdenkens.

Als Regisseurin, Schauspielerin und Autorin prägt sie seit der Gründung das künstlerische Profil des NiederrheinTheaters. Ihre Arbeit verbindet professionelle Bühnenkunst, gesellschaftliche Verantwortung und die Überzeugung, dass gutes Theater Menschen aller Generationen erreichen kann.

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