FAIRNESS FIGHTER – IM FREIEN FALL
Mobbing- und Cybermobbing-Theater ab Klasse 7
Mobbing unter Jugendlichen ist oft schwerer zu erkennen, als es auf den ersten Blick scheint. Ausgrenzung, abwertende Kommentare, Gruppendruck, Gerüchte oder digitale Angriffe können sich schleichend entwickeln und eine Dynamik entfalten, aus der Betroffene allein kaum noch herausfinden.
„Im freien Fall“ setzt genau dort an. Das Theaterstück zeigt, wie Mobbing innerhalb einer Gruppe entsteht, welche Rollen Täter, Betroffene, Mitläufer und Zuschauer dabei übernehmen und wie schnell sich auch digitale Kommunikation zum Verstärker entwickeln kann.
Im Mittelpunkt steht nicht die Suche nach einfachen Schuldzuweisungen, sondern die Frage: Wie entsteht eine solche Dynamik – und an welchen Stellen kann sie durchbrochen werden?
Das Fairness-Fighter-Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 und verbindet Theater mit fundierter Präventionsarbeit. Es schafft einen emotionalen Zugang zum Thema und eröffnet anschließend Raum für Reflexion, Gespräch und konkrete Handlungsmöglichkeiten.
DAS THEATERSTÜCK – IM FREIEN FALL
Im Mittelpunkt von „Im freien Fall“ von Verena Bill steht die Schülerin Lena. Zu Beginn ist sie Teil ihrer Gruppe und ihres ganz normalen schulischen Alltags. Doch nach und nach verändert sich ihre Situation.
Was zunächst mit Bemerkungen, kleinen Sticheleien und ersten Ausgrenzungen beginnt, entwickelt eine immer stärkere Eigendynamik. Andere schließen sich an, manche machen mit, andere schweigen oder schauen weg. Lena verliert zunehmend den Halt innerhalb der Gruppe und gerät Schritt für Schritt in einen Mobbingprozess, aus dem sie allein kaum noch herausfinden kann.
Dabei bleibt das Geschehen nicht auf den unmittelbaren Schulalltag beschränkt. Über soziale Medien und digitale Kommunikation setzt sich die Ausgrenzung fort und gewinnt zusätzlich an Geschwindigkeit und Reichweite. Was früher vielleicht mit dem Ende des Schultages aufgehört hätte, begleitet Lena nun auch außerhalb der Schule.
Das Stück macht sichtbar, wie sich ihre Situation immer weiter zuspitzt und welche psychische Belastung entsteht, wenn Abwertung, Isolation und Hilflosigkeit über längere Zeit zusammenkommen. Gleichzeitig zeigt es, dass Mobbing niemals nur zwischen einer betroffenen Person und einzelnen Tätern stattfindet. Mitläufer, Schweigende und Zuschauer sind Teil der Dynamik – und damit auch Teil möglicher Veränderung.
Die Schülerinnen und Schüler erleben Lenas Entwicklung unmittelbar mit und werden mit entscheidenden Fragen konfrontiert: Wann hätte jemand eingreifen können? Warum tun Menschen trotzdem nichts? Welche Verantwortung trägt eine Gruppe? Und was braucht es, damit der „freie Fall“ gestoppt werden kann?
„Im freien Fall“ erzählt Mobbing und Cybermobbing emotional, lebensnah und ohne einfache Schuldzuweisungen. Das Theaterstück schafft damit den Ausgangspunkt für eine intensive Auseinandersetzung mit Gruppendruck, Zivilcourage, digitaler Verantwortung und den eigenen Handlungsmöglichkeiten.
DAS PROJEKT – THEATER UND PRÄVENTIONSARBEIT
„Im freien Fall“ ist als modulares Präventionsprojekt gegen Mobbing und Cybermobbing ab Klasse 7 konzipiert. Je nach Bedarf der Schule können die einzelnen Bausteine flexibel miteinander kombiniert werden.
Ausgangspunkt ist das Theaterstück. Die Schülerinnen und Schüler erleben Lenas Entwicklung innerhalb eines Mobbingprozesses und sehen, wie Ausgrenzung, Gruppendruck und digitale Dynamiken ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken können.
AUSFÜHRLICHE NACHBESPRECHUNG
Ergänzend zum Theaterstück kann eine ausführliche Nachbesprechung als eigenes Modul gebucht werden.
Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern werden zentrale Situationen aus dem Stück aufgegriffen und auf ihre eigene Lebenswelt übertragen. Dabei geht es unter anderem um die Fragen:
- Woran lässt sich Mobbing erkennen?
- Was unterscheidet Mobbing von einem normalen Konflikt?
- Welche Rollen übernehmen Betroffene, Täter, Mitläufer und Zuschauer?
- Warum greifen Jugendliche oft nicht ein, obwohl sie merken, dass etwas falsch läuft?
- Welche Wirkung haben soziale Medien und Gruppenchats auf einen Mobbingprozess?
- Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für Betroffene und Beobachtende?
- Wann und wo sollte Unterstützung geholt werden?
Ziel ist es, die Jugendlichen nicht mit dem Erlebten allein zu lassen, sondern ihnen Orientierung, Handlungssicherheit und konkrete Möglichkeiten zum Eingreifen zu vermitteln.
LEHRERFORTBILDUNG
Die Lehrerfortbildung richtet sich an Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und pädagogische Fachkräfte.
Sie vermittelt Hintergrundwissen über Mobbingprozesse im Jugendalter, Gruppendynamiken und die besondere Rolle digitaler Kommunikation. Im Mittelpunkt stehen das frühzeitige Erkennen von Mobbing, die Abgrenzung zu normalen Konflikten sowie angemessene Reaktions- und Interventionsmöglichkeiten.
Thematisiert werden unter anderem:
- typische Warnsignale und Veränderungen bei betroffenen Jugendlichen,
- Rollen und Dynamiken innerhalb einer Gruppe,
- Cybermobbing und digitale Verstärkungsmechanismen,
- Fehler, die eine Mobbingsituation unbeabsichtigt verschärfen können,
- Möglichkeiten zur Unterstützung Betroffener,
- die Einbindung von Klasse, Elternhaus und schulischen Unterstützungssystemen,
- präventive Maßnahmen zur Stärkung einer respektvollen Schulkultur.
ELTERNABEND
Der Elternabend gibt Eltern Orientierung im Umgang mit Mobbing und Cybermobbing im Jugendalter.
Eltern erfahren,
- woran sie mögliche Anzeichen erkennen können,
- wie sie mit ihrem Kind ins Gespräch kommen können,
- wie sie reagieren sollten, wenn ihr Kind betroffen ist, andere mobbt oder als Zuschauer beteiligt ist,
- welche Rolle digitale Medien und Gruppenchats spielen können,
- wann die Schule einbezogen werden sollte,
- welche Schritte hilfreich sind und welche Reaktionen eine Situation möglicherweise verschärfen.
Ziel ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen, Eltern und Schule, damit Mobbing frühzeitig erkannt und gemeinsam wirksam begegnet werden kann.
MODULAR UND FLEXIBEL
Die einzelnen Bausteine können je nach Bedarf der Schule miteinander kombiniert werden:
Theaterstück · ausführliche Nachbesprechung · Lehrerfortbildung · Elternabend
So kann aus einer Theateraufführung ein umfassendes Präventionsprojekt entstehen, das Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen einbezieht.
WAS DIE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MITNEHMEN
„Im freien Fall“ hilft Jugendlichen, Mobbing und Cybermobbing als komplexe Gruppendynamik zu verstehen und die eigenen Handlungsmöglichkeiten klarer zu erkennen.
Die Schülerinnen und Schüler lernen,
- Mobbing von einem normalen Konflikt oder Streit zu unterscheiden,
- wiederholte Ausgrenzung, Abwertung und Gruppendruck frühzeitig wahrzunehmen,
- die Rollen von Betroffenen, Tätern, Mitläufern und Zuschauern zu erkennen,
- zu verstehen, wie soziale Medien und Gruppenchats Mobbing verstärken können,
- die Perspektive betroffener Jugendlicher besser nachzuvollziehen,
- eigene Grenzen und die Grenzen anderer bewusster wahrzunehmen,
- nicht einfach wegzusehen, wenn andere ausgegrenzt oder verletzt werden,
- sich Unterstützung zu holen und geeignete Ansprechpartner zu kennen,
- Verantwortung für das eigene Verhalten – auch im digitalen Raum – zu übernehmen,
- Zivilcourage zu entwickeln und aktiv zu einem respektvollen Miteinander beizutragen.
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass Mobbing nicht nur die unmittelbar Beteiligten betrifft. Auch Schweigen, Mitmachen und Wegsehen beeinflussen den Verlauf – und genau dort können Veränderung und Hilfe beginnen.
ELTERNABEND UND LEHRERFORTBILDUNG
Mobbing und Cybermobbing lassen sich besonders wirksam bearbeiten, wenn Jugendliche, Schule und Elternhaus gemeinsam hinschauen und handeln. Deshalb kann „Im freien Fall“ durch zwei eigenständige Module für Erwachsene ergänzt werden.
LEHRERFORTBILDUNG – MOBBING ERKENNEN UND SICHER INTERVENIEREN
Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und pädagogische Fachkräfte und vermittelt praxisnahes Wissen über Mobbingprozesse im Jugendalter.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
- die sichere Abgrenzung von Mobbing und normalen Konflikten,
- typische Rollen und Gruppendynamiken,
- Warnsignale bei betroffenen Jugendlichen,
- die besondere Wirkung von Cybermobbing, Gruppenchats und sozialen Medien,
- sinnvolle Interventionsmöglichkeiten,
- typische Fehler, die eine Mobbingsituation unbeabsichtigt verschärfen können,
- Möglichkeiten zur Unterstützung Betroffener,
- die Einbindung der Klasse und des Elternhauses,
- präventive Maßnahmen für eine respektvolle Schulkultur.
Ziel ist es, Lehrkräften mehr Handlungssicherheit zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, Mobbing frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Dauer: ca. 90–120 Minuten
ELTERNABEND – JUGENDLICHE VERSTEHEN UND RICHTIG UNTERSTÜTZEN
Der Elternabend vermittelt verständlich und praxisnah, wie Mobbing und Cybermobbing entstehen und welche Auswirkungen sie auf Jugendliche und Familien haben können.
Eltern erfahren,
- welche Warnsignale auf eine Mobbingsituation hindeuten können,
- wie sie ein vertrauensvolles Gespräch mit ihrem Kind führen können,
- was sie tun können, wenn ihr Kind betroffen ist,
- wie sie reagieren sollten, wenn ihr Kind selbst andere mobbt oder als Mitläufer beteiligt ist,
- welche Rolle digitale Kommunikation und Gruppenchats spielen,
- wann und wie die Schule einbezogen werden sollte,
- welche Reaktionen hilfreich sind – und welche die Situation möglicherweise verschärfen.
Ziel ist es, Eltern Orientierung und Sicherheit zu geben und die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen, Elternhaus und Schule zu stärken.
Dauer: ca. 90 Minuten
Elternabend und Lehrerfortbildung können unabhängig voneinander oder gemeinsam mit Theaterstück und ausführlicher Nachbesprechung gebucht werden.

FAIRNESS FIGHTER – IM FREIEN FALL – AUF EINEN BLICK
Präventionstheater gegen Mobbing und Cybermobbing ab Klasse 7
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 bis zur Oberstufe
Theaterstück: „Im freien Fall“ von Verena Bill
Mit: Verena Bill und Michael Koenen
Schwerpunkte: Mobbing und Cybermobbing, Gruppendynamiken, Ausgrenzung, Gruppendruck, digitale Kommunikation, Empathie, Zivilcourage und konkrete Handlungsmöglichkeiten
Theaterstück: ca. 50–60 Minuten
Ausführliche Nachbesprechung: als zusätzliches Modul buchbar, ca. 30–60 Minuten
WEITERE PROJEKTBAUSTEINE
● Lehrerfortbildung für Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und pädagogische Fachkräfte, ca. 90–120 Minuten
● Elternabend zu Mobbing und Cybermobbing, Warnsignalen, digitaler Kommunikation, Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Schule, ca. 90 Minuten
Die einzelnen Bausteine können je nach Bedarf der Schule flexibel miteinander kombiniert werden.
Technik: Mobile Gastspielproduktion mit eigener Tontechnik und Headsets. Benötigt werden eine geeignete Spielfläche, Weißlicht von vorne sowie die Möglichkeit zur Einspielung des Tons über die vorhandene Haus-PA.
Geeignet für: weiterführende Schulen, Gesamtschulen, Realschulen, Gymnasien, Berufskollegs, Schulzentren, Projekttage und Präventionswochen
Durchführung: Verena Bill und Michael Koenen – Schauspieler, Theatertherapeuten sowie zertifizierte Mobbing-Beauftragte und Mobbing-Bewältigungscoaches
DIE MENSCHEN HINTER FAIRNESS FIGHTER
Hinter „Fairness Fighter – Im freien Fall“ stehen Verena Bill und Michael Koenen. Beide verfügen über eine fundierte Schauspielausbildung und jahrzehntelange professionelle Theatererfahrung und arbeiten seit vielen Jahren mit Kindern, Jugendlichen, Schulen und Bildungseinrichtungen.
Als Schauspieler und Theatertherapeuten verbinden sie die unmittelbare Wirkung des Theaters mit pädagogischer und präventiver Arbeit. Darüber hinaus sind beide zertifizierte Mobbing-Beauftragte und Mobbing-Bewältigungscoaches und verfügen über fundiertes Wissen zu Mobbingprozessen, Gruppendynamiken, Cybermobbing und geeigneten Handlungsmöglichkeiten.
Diese Verbindung aus Theaterpraxis, theatertherapeutischer Arbeit und spezialisierter Qualifikation in der Mobbingprävention bildet die Grundlage des Fairness-Fighter-Konzepts. Sie ermöglicht es, Jugendliche emotional über das Theater zu erreichen und die dargestellten Situationen anschließend fachlich fundiert zu reflektieren und zu vertiefen.
Auch die ausführlichen Nachbesprechungen, Lehrerfortbildungen und Elternabende profitieren von dieser Verbindung aus langjähriger Praxiserfahrung und fachlicher Qualifikation.
Unsere Zertifikate und Qualifikationsnachweise können Sie im Anschluss einsehen und herunterladen.
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