ZWEI HOCHZEITEN UND EIN GEPLATZTES GESCHÄFT
Drei Tschechow-Komödien über Liebe, Leidenschaft und die wunderbare Unvernunft des Menschen
Ein Heiratsantrag, bei dem sich das zukünftige Brautpaar beinahe zerstreitet.
Eine trauernde Witwe, die einen wütenden Gutsbesitzer zum Duell fordert.
Und ein junger Dichter, dessen glänzende Zukunftspläne innerhalb weniger Augenblicke zusammenbrechen.
Anton Tschechow wusste, wie komisch Menschen werden können, sobald Liebe, Geld, Stolz und verletzte Eitelkeit ins Spiel kommen.
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ verbindet drei kurze Komödien zu einem ebenso unterhaltsamen wie literarisch anspruchsvollen Theaterabend: Tschechows berühmte Einakter „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ sowie „Das geplatzte Geschäft“, das Verena Bill nach einer Kurzgeschichte Anton Tschechows für die Bühne geschrieben hat.
Für das NiederrheinTheater besitzt dieser Abend eine besondere Bedeutung. Bereits in der Spielzeit 2005/06 gehörten „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ zu den ersten gemeinsamen Produktionen von Verena Bill und Michael Koenen. Über fast zwei Jahrzehnte wurde die Inszenierung immer wieder gespielt, weiterentwickelt, neu besetzt und schließlich um „Das geplatzte Geschäft“ ergänzt.
Heute stehen Verena Bill, Michael Koenen, Christian Stock und Nadine Schaub in den drei Einaktern auf der Bühne.
Was alle drei Geschichten verbindet, ist Tschechows unverwechselbarer Blick auf den Menschen: liebevoll und gnadenlos zugleich. Seine Figuren wollen vernünftig handeln – und geraten doch immer wieder in ihre eigenen Leidenschaften, Ängste, Eitelkeiten und Missverständnisse.
Dabei entsteht keine verstaubte Klassikeraufführung, sondern schnelles, körperliches und sehr lebendiges Komödientheater. Streit wird zur Liebeserklärung, ein Geschäft zum Desaster und aus scheinbar alltäglichen Begegnungen entwickeln sich Situationen von geradezu explosiver Komik.
Die langjährige Beschäftigung mit Anton Tschechow gehört inzwischen fest zur künstlerischen Arbeit des NiederrheinTheaters. Mit seinen Tschechow-Produktionen war das Ensemble mehrfach zur Internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler eingeladen.
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ ist deshalb zugleich ein Stück Theatergeschichte des NiederrheinTheaters – und ein Beweis dafür, warum Tschechows Komödien auch mehr als hundert Jahre nach ihrer Entstehung noch verblüffend gegenwärtig wirken.
Drei Geschichten. Vier Schauspieler. Zwei mögliche Hochzeiten – und ein Geschäft, das gründlich daneben geht.
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DAS STÜCK – DER THEATERABEND
Drei Geschichten, drei vollkommen unterschiedliche Situationen – und immer geht es um Menschen, die eigentlich ganz genau wissen, was sie wollen. Bis ihre Gefühle dazwischenkommen.
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ verbindet Anton Tschechows „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ mit „Das geplatzte Geschäft“, einer von Verena Bill nach einer Kurzgeschichte Tschechows für die Bühne geschriebenen Komödie.
Gemeinsam ergeben die drei Einakter einen abwechslungsreichen Theaterabend über Liebe, Geld, Stolz, Eitelkeit und die wunderbare Unfähigkeit des Menschen, sich vernünftig zu verhalten.
DER BÄR
Die junge Witwe Popowa hat sich nach dem Tod ihres Mannes aus der Welt zurückgezogen und ist fest entschlossen, ihm bis an ihr Lebensende treu zu bleiben.
Dann erscheint der Gutsbesitzer Smirnow.
Er will eine offene Schuld des Verstorbenen eintreiben – und zwar sofort. Popowa kann oder will nicht zahlen, Smirnow verliert die Geduld und innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich aus einer geschäftlichen Auseinandersetzung ein handfester Streit.
Beide beleidigen sich, provozieren sich und steigern sich schließlich so weit hinein, dass Popowa Smirnow sogar zum Duell herausfordert.
Und dann geschieht genau das, womit keiner von beiden gerechnet hat:
Mitten im größten Streit verlieben sie sich ineinander.
„Der Bär“ ist eine explosive Komödie über zwei Menschen, die sich mit größter Leidenschaft bekämpfen – und gerade dabei entdecken, wie ähnlich sie sich eigentlich sind.
DER HEIRATSANTRAG
Der hypochondrische Gutsbesitzer Lomow hat einen Plan: Er möchte endlich heiraten und hält um die Hand seiner Nachbarin Natalja an.
Auch deren Vater Tschubukow ist begeistert. Eigentlich könnte alles ganz einfach sein.
Doch noch bevor Lomow seinen Antrag richtig aussprechen kann, geraten er und Natalja über ein Stück Land in Streit. Aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit wird innerhalb weniger Augenblicke ein erbitterter Kampf.
Kaum scheint der Streit beigelegt, beginnt schon der nächste – diesmal über die Frage, wessen Hund eigentlich der bessere ist.
Je dringender die beiden heiraten wollen, desto weniger schaffen sie es, miteinander auszukommen.
Tschechow macht aus einem Heiratsantrag eine herrliche Komödie über Sturheit, Rechthaberei, verletzten Stolz und zwei Menschen, die offensichtlich füreinander bestimmt sind – obwohl sie sich beinahe gegenseitig um den Verstand bringen.
DAS GEPLATZTE GESCHÄFT
Ein junger, mittelloser Dichter glaubt, das große Los gezogen zu haben.
Er ist verliebt – und seine Angebetete ist nicht nur attraktiv, sondern verfügt auch über eine beträchtliche Mitgift und eine Villa im vornehmen Badeort Sokolniki.
Alles scheint perfekt.
Im Garten der jungen Frau wird über Liebe, gemeinsame Zukunft und eine mögliche Hochzeit gesprochen. Der Dichter sieht sich seinem Glück bereits ganz nah.
Doch dann redet er weiter.
Und weiter.
Bis aus dem vermeintlich perfekten Geschäft innerhalb kürzester Zeit ein gründlich geplatztes Geschäft wird.
Verena Bill hat diese kurze Komödie nach einer Erzählung Anton Tschechows für die Bühne eingerichtet und damit den beiden bekannten Einaktern eine dritte Geschichte hinzugefügt.
So entstehen an einem Abend drei Variationen über dasselbe große Thema: Menschen wollen lieben, heiraten, Geschäfte machen und vernünftige Entscheidungen treffen – und scheitern immer wieder höchst unterhaltsam an sich selbst.
Gerade darin liegt die Zeitlosigkeit Tschechows. Seine Figuren stammen aus einer anderen Epoche – ihre Eitelkeiten, Unsicherheiten, Leidenschaften und Beziehungskämpfe wirken jedoch erstaunlich gegenwärtig.
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ ist deshalb klassisches Theater und moderne Beziehungskomödie zugleich – pointiert, schnell und mit einem sehr genauen Blick auf die Absurditäten des menschlichen Zusammenlebens.
UNSERE INSZENIERUNG
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ lebt von Verwandlung, präzisem Ensemble-Spiel und der Kunst, mit wenigen Mitteln drei vollkommen unterschiedliche Welten entstehen zu lassen.
Gerade der Wechsel der Figuren ist ein besonderer Reiz des Abends. Michael Koenen steht in allen drei Einaktern auf der Bühne und spielt dabei völlig verschiedene Charaktere: den temperamentvollen Smirnow in „Der Bär“, den Vater der Braut in „Der Heiratsantrag“ und schließlich den jungen Dichter in „Das geplatzte Geschäft“.
Auch Verena Bill und Christian Stock wechseln zwischen deutlich voneinander abgegrenzten Rollen. Nadine Schaub ist als Natalja im „Heiratsantrag“ zu erleben. So entsteht für das Publikum immer wieder der spannende Moment, dieselben Schauspieler innerhalb kürzester Zeit als völlig neue Menschen wiederzuentdecken.
Diese Wandlungsfähigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Inszenierung. Stimme, Haltung, Tempo, Körpersprache und Kostüm verändern sich von Stück zu Stück – und aus vier Darstellern entsteht ein ganzes Panorama unterschiedlichster Tschechow-Figuren.
Auch das Bühnenbild folgt diesem Prinzip der Reduktion. Vier Baumstämme bilden die Grundlage für alle drei Einakter. In den kurzen Übergängen werden sie neu angeordnet und verwandeln sich mit wenigen Handgriffen in einen anderen Spielraum.
Gerade darin zeigt sich eine zentrale Handschrift des NiederrheinTheaters: mit einfachen, klaren Mitteln möglichst viel Theater entstehen zu lassen. Nicht ein aufwendiger Bühnenapparat steht im Mittelpunkt, sondern Schauspiel, Sprache und die Fantasie des Publikums.
Die Kostüme unterstützen die unterschiedlichen Charaktere und schaffen eine klare Verbindung zur Welt Tschechows, ohne die Figuren museal oder fern wirken zu lassen.
Sprachlich bleiben wir bewusst sehr nah an Tschechow. Sein Rhythmus, seine pointierten Dialoge und sein genauer Blick auf menschliche Schwächen sind die Grundlage des Abends. Gleichzeitig wird das Spiel körperlich, lebendig und unmittelbar geführt.
So entsteht eine Inszenierung, die den literarischen Kern der Stücke bewahrt und zugleich zeigt, wie modern Tschechows Komik bis heute wirkt.
Drei Einakter, vier Schauspieler, viele Verwandlungen – und mit wenigen Bühnenmitteln eine ganze Welt voller großer Gefühle, kleiner Eitelkeiten und herrlich menschlicher Katastrophen.
FÜR PUBLIKUM UND VERANSTALTER
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ ist ein Theaterabend für ein Publikum, das große Literatur, pointierte Komik und lebendiges Schauspiel miteinander verbinden möchte.
Die drei Einakter bieten dabei bewusst unterschiedliche Formen des Theaters. In „Der Bär“ wird die vierte Wand immer wieder geöffnet: Smirnow spricht direkt mit dem Publikum, holt sich Reaktionen und macht die Zuschauer zeitweise zu Verbündeten seines temperamentvollen Auftritts.
Auch im „Heiratsantrag“ gibt es einzelne Momente, in denen der Vater der Braut den Kontakt zum Publikum sucht. „Das geplatzte Geschäft“ dagegen bleibt vollständig in seiner eigenen Bühnenwelt – ein kurzer, sehr pointierter Einakter von etwa 15 bis 20 Minuten, der gerade durch seine überraschende Entwicklung und sein präzises Timing wirkt.
So entsteht ein abwechslungsreicher Abend, der zwischen Publikumsnähe, klassischem Schauspiel und konzentrierter Komödie wechselt.
Für Veranstalter bietet die Dreiteilung einen zusätzlichen Vorteil: Zwischen den Einaktern sind ohnehin kurze Umbauzeiten erforderlich. Auf Wunsch können daraus zwei kleine Pausen entstehen. Das gibt dem Publikum Gelegenheit, sich zu bewegen, Getränke oder kleine Speisen zu genießen und sich anschließend auf die nächste Geschichte einzulassen.
Gerade für Häuser mit eigenem Gastronomie- oder Cateringangebot kann diese Struktur organisatorisch sehr attraktiv sein.
Die Produktion eignet sich besonders für Theater- und Kulturreihen, Bürgerhäuser, Kulturzentren, Stadthallen, Literaturveranstaltungen und besondere Spielorte, die ihrem Publikum einen klassischen Stoff in einer lebendigen und unterhaltsamen Form anbieten möchten.
Trotz der literarischen Vorlage bleibt der Abend leicht zugänglich. Tschechows Figuren wirken menschlich, komisch und erstaunlich modern – und gerade die Mischung aus Streit, Liebe, Eitelkeit, Missverständnissen und überraschenden Wendungen sorgt dafür, dass der Abend auch Menschen erreicht, die nicht regelmäßig ins Theater gehen.
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ ist damit ein vielseitiger, publikumsnaher und zugleich literarisch anspruchsvoller Theaterabend, der sich flexibel an unterschiedliche Veranstaltungsformate anpassen lässt.

ZWEI HOCHZEITEN UND EIN GEPLATZTES GESCHÄFT – AUF EINEN BLICK
Drei pointierte Tschechow-Komödien – lebendig, wandlungsreich und mit großer Nähe zum Publikum.
DER THEATERABEND
● Drei Einakter nach Anton Tschechow
● „Der Bär“ von Anton Tschechow
● „Der Heiratsantrag“ von Anton Tschechow
● „Das geplatzte Geschäft“ – von Verena Bill nach einer Kurzgeschichte Anton Tschechows für die Bühne geschrieben
● Regie und Dramaturgie aller drei Einakter: Verena Bill
● Mit Verena Bill, Michael Koenen, Christian Stock und Nadine Schaub
● Seit der Spielzeit 2005/06 gehören Tschechows Einakter zur künstlerischen Arbeit des NiederrheinTheaters
● Mehrfach mit Tschechow-Produktionen zur Internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler eingeladen
BESETZUNG
„Der Bär“
Verena Bill
Michael Koenen als Smirnow
Christian Stock
„Der Heiratsantrag“
Nadine Schaub als Natalja
Christian Stock als Lomow
Michael Koenen als Tschubukow, Nataljas Vater
„Das geplatzte Geschäft“
Verena Bill
Michael Koenen als junger Dichter
BESONDERHEITEN DER INSZENIERUNG
● Vier professionelle Schauspieler in sehr unterschiedlichen Charakterrollen
● Schnelle Verwandlungen zwischen den drei Einaktern
● Lebendiges, körperliches und pointiertes Spiel
● Direkte Publikumsansprache insbesondere in „Der Bär“
● Wechsel zwischen unmittelbarer Publikumsnähe und klassischem Spiel mit geschlossener vierter Wand
● Bewusst reduziertes, wandelbares Bühnenbild
● Vier Baumstämme werden zwischen den Einaktern mit wenigen Handgriffen zu neuen Spielräumen
● Ausdrucksstarke Kostüme und klar voneinander abgegrenzte Figuren
● Sprachlich und dramaturgisch nah an Anton Tschechows Werk
ABLAUF & PAUSEN
Der Abend besteht aus drei eigenständigen Einaktern. Zwischen den Stücken sind kurze Umbauzeiten erforderlich.
Auf Wunsch können daraus zwei kurze Pausen gestaltet werden – eine attraktive Möglichkeit für Veranstalter mit eigenem Catering- oder Gastronomieangebot und zugleich eine angenehme Unterbrechung für das Publikum.
BÜHNE & TECHNIK
● Die Produktion ist als mobiles Gastspiel konzipiert
● Bühnenbild, Kostüme und Requisiten werden vom NiederrheinTheater mitgebracht
● Wir spielen diese klassische Komödienproduktion nach Möglichkeit unverstärkt, um Sprache, Stimme und unmittelbares Schauspiel möglichst direkt wirken zu lassen
● Für größere Räume oder bei schwieriger Akustik bringen wir bei Bedarf vier eigene Funk-Headsets mit
● Musik und Toneinspielungen erfolgen über unser iPad und werden in die vorhandene Haus-PA eingespeist
● Benötigt wird eine gute Weißlicht-Ausleuchtung von vorne
● Die technischen und räumlichen Voraussetzungen stimmen wir vor dem Gastspiel individuell mit dem Veranstalter ab
BESONDERS GEEIGNET FÜR
Theaterreihen · Kulturprogramme · Bürgerhäuser · Kulturzentren · Stadthallen · Literaturveranstaltungen · Museen · Bibliotheken · besondere Veranstaltungsorte
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ verbindet große Literatur mit sehr lebendigem Schauspiel und unmittelbarer Komik. Ein abwechslungsreicher Theaterabend für Veranstalter, die ihrem Publikum Tschechow nicht als musealen Klassiker, sondern als erstaunlich gegenwärtigen und höchst unterhaltsamen Beobachter menschlicher Schwächen präsentieren möchten.
DIE MENSCHEN HINTER DEM THEATERABEND
„Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ ist eng mit der Geschichte des NiederrheinTheaters verbunden. Bereits in der Spielzeit 2005/06 gehörten „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ zu den frühen gemeinsamen Produktionen von Verena Bill und Michael Koenen.
Über die Jahre wurde der Tschechow-Abend weiterentwickelt, neu besetzt und um „Das geplatzte Geschäft“ ergänzt. Heute stehen Verena Bill, Michael Koenen, Christian Stock und Nadine Schaub gemeinsam auf der Bühne.
Was dabei besonders trägt, ist die langjährige gemeinsame Theatererfahrung. Die vier Schauspieler kennen einander, können sehr genau aufeinander reagieren und lassen zugleich genügend Freiheit für die Spontaneität, die gerade Tschechows Komödien brauchen.
VERENA BILL
Verena Bill ist Regisseurin, Schauspielerin, Autorin und künstlerische Leiterin des NiederrheinTheaters. Sie studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Philosophie und absolvierte bereits in den 1990er-Jahreneine mehrjährige Schauspielausbildung bei dem russischen Schauspieler und Regisseur Wladimir Matuchin.
In dieser Arbeit begegnete sie früh der russischen Schauspieltradition und auch Anton Tschechow. Die intensive Beschäftigung mit seinen Figuren, seinen Dialogen und seiner besonderen Mischung aus Tragik und Komik begann für sie damit lange vor der Gründung des NiederrheinTheaters und prägt ihre künstlerische Arbeit bis heute.
Bei „Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft“ führte Verena Bill bei allen drei Einaktern Regie. Für „Das geplatzte Geschäft“ entwickelte sie nach einer Kurzgeschichte Tschechows eine eigene Bühnenfassung.
Auf der Bühne ist sie in „Der Bär“ und „Das geplatzte Geschäft“ in zwei sehr unterschiedlichen Frauenfiguren zu erleben. Gerade die Verbindung von genauer Figurenbeobachtung, Sprachgefühl und lebendigem Schauspiel gehört zu den Konstanten ihrer Tschechow-Arbeit.
MICHAEL KOENEN
Michael Koenen ist professionell ausgebildeter Schauspieler, Mitbegründer und organisatorischer Leiter des NiederrheinTheaters. Seit vielen Jahren steht er in Schauspiel-, Komödien- und Literaturproduktionen auf der Bühne.
In diesem Theaterabend übernimmt er gleich drei vollkommen unterschiedliche Figuren: den temperamentvollen Smirnow in „Der Bär“, den Vater der Braut Tschubukow im „Heiratsantrag“ und den jungen Dichter in „Das geplatzte Geschäft“.
Gerade diese Wechsel zeigen seine große Wandlungsfähigkeit. Körpersprache, Stimme, Tempo und Haltung verändern sich von Einakter zu Einakter deutlich – vom impulsiven Gutsbesitzer über den nervösen Vater bis zum jungen Mann, dessen Zukunftspläne sich vor den Augen des Publikums gründlich verändern.
Die direkte Ansprache des Publikums, insbesondere in „Der Bär“, gehört dabei ebenso zu seiner Spielweise wie das präzise Zusammenspiel mit den jeweiligen Partnern.
CHRISTIAN STOCK
Christian Stock arbeitet seit 2010 regelmäßig mit dem NiederrheinTheater zusammen und verfügt über langjährige professionelle Erfahrung in Theater, Film und Fernsehen.
In „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ übernimmt er zwei sehr unterschiedliche Rollen und bringt dabei seine besondere Stärke für körperliches Spiel, präzises komisches Timing und klar gezeichnete Charaktere ein.
Gerade Tschechows Figuren profitieren von dieser Genauigkeit: Hinter der Komik bleiben ihre Eitelkeiten, Unsicherheiten und Leidenschaften immer menschlich erkennbar.
Neben seiner künstlerischen Arbeit engagiert sich Christian Stock intensiv für Umwelt und Gemeinsinn. Er ist Gründer und Vorsitzender des K.R.A.K.E. e. V. – Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit und verbindet seine Arbeit als Schauspieler damit mit starkem gesellschaftlichem Engagement.
NADINE SCHAUB
Nadine Schaub arbeitet seit 2018 regelmäßig mit dem NiederrheinTheater zusammen. Sie ist professionelle Schauspielerin sowie Autorin und Kinderbuchautorin und bringt neben ihrer Bühnenerfahrung ein ausgeprägtes Gespür für Sprache, Rhythmus und Figurenzeichnung mit.
Im „Heiratsantrag“ spielt sie Natalja – eine Frau, die eigentlich heiraten möchte und sich dennoch innerhalb weniger Minuten in einen erbitterten Streit mit ihrem zukünftigen Bräutigam hineinsteigert.
Gerade diese Mischung aus Temperament, Komik und emotionaler Genauigkeit macht die Rolle zu einem der Höhepunkte des Abends.
Gemeinsam stehen Verena Bill, Michael Koenen, Christian Stock und Nadine Schaub für professionelles Ensembletheater, präzise Figurenarbeit, große Wandlungsfähigkeit und eine langjährige Beschäftigung mit Anton Tschechow.
Dass das NiederrheinTheater seit fast zwei Jahrzehnten immer wieder zu Tschechow zurückkehrt, ist kein Zufall. Seine Figuren sind widersprüchlich, komisch, verletzlich und erstaunlich modern – und genau darin liegt bis heute die besondere Faszination dieser Theaterarbeit.






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