Möwe 2021 | Das Projekt

Liebe Freunde des Niederrheintheaters!

Wir wünschen allen ein gesundes, glückliches neues Jahr.

Das Theaterjahr 2021 startet vielversprechend:

Der Fond Darstellende Künste Berlin hat uns für das Jahr 2021 eine Vollförderung für ein Herzensprojekt zugesprochen: Die Inszenierung von Anton Tschechows Weltklassiker „Die Möwe“. 

Das bedeutet:

– eine inhaltliche Programmänderung beim Hauptstück der Niederrheinischen Theaterfestspiele 2021/ Die Veranstaltungstermine bleiben aber bestehen!

-Theatergenuss bei freiem Eintritt, nach Voranmeldung

-Sicheres Freilichttheater, unabhängig von der Coronaentwicklung/ keine Innenaufführungen

Ihr habt bereits Karten für einen der Termine bei den Niederrheinischen Theaterfestspielen 2021 erworben oder Ihr möchtet erfahren, wie Ihr Euch Karten für eine der 7 Freilichtveranstaltungen im Innenhof der Burg Brüggen sichern könnt?

Hier findet Ihr wichtige Hinweise:

„Die Möwe 2021“

Lebendiges Theater gegen den Frust

Frustration und geplatzte Träume sind in der Corona-Zeit leider an der Tagesordnung.

Wir machen weiter und feiern mit unserem Publikum ein Fest des lebendigen, emotionalen Theaters:

Ein zehnköpfiges Ensemble kommt wieder auf die Bühne.

Der Innenhof der malerischen Wasserburg Brüggen wird zum russischen Gutshof um 1900  mit historischen Kostümen und einer werkgetreuen Inszenierung von Anton Tschechows Weltklassiker „Die Möwe“.

Die Zuschauer sitzen mitten im Geschehen und erleben die Geschichte auf der Bühne und im gesamten mittelalterlichen Hof hautnah.

Die junge Nina lebt isoliert in der russischen Provinz. Das Nachbargut ist für sie die große weite Glamourwelt der Stars, die wir heute aus Hochglanzmagazinen kennen. Nina hat einen Traum: Sie will Schauspielerin werden.

Die Geschichte um eine junge Frau, die unglückliche Liebe, und Schicksalsschläge nicht davon abhalten ihrer Berufung zu folgen ist sehr aktuell. Nicht nur wir Künstler erleben derzeit viele Rückschläge und müssen trotzdem den Mut aufbringen weiter zu machen. Viele Menschen erleben Enttäuschungen und sind isoliert.

Dafür schaffen wir dieses besondere Theatererlebnis.

Die beliebten malerischen Spielorte Burg Brüggen und Freilichtmuseum Grefrath verstärken das emotionale Erleben bei Zuschauern und Schauspielern.

Im Sommer 2021 sind 8 Freilichtaufführungen bei freiem Eintritt geplant.

Alle Veranstaltungen werden coronagerecht durchgeführt.

Förderer bitte immer nennen:

  • Fonds darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste
  • Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

EINTRITT FREI

  • Der Eintritt zu den 7 Vorstellungen ist frei. 
  • Plätze können nur über unsere Internetseite in den jeweiligen Terminen reserviert werden.

    Wir benötigen:
  • Name, Vorname
  • vollständige Adresse
  • Telefon Nummer

DIE RESERVIERUNG

Sie bekommen von uns insgesamt drei Mails, nach Ihrer Reservierung auf unserer Internetseite.

  1. Eingangsbestätigung Ihres Reservierungswunsches
  2. Verifizierungsmail, mit diesem Link bestätigen Sie Ihren Wunsch
  3. Unsere endgültige Bestätigung, zeitnah vor der Veranstaltung, wenn wir wissen wieviele Zuschauer wir einlassen dürfen.

SIE HABEN SCHON TICKETS AUS 2020

Gäste die schon ein Ticket haben haben folgende gesetzliche Möglichkeiten

Ihr Ticket bleibt für 2022 gültig und Ihr Platz ist für die 12. Niederrheinischen Theaterfestspiele reserviert.

  • Sie können Ihr Ticket in einen Gutschein wandeln
  • Sie können das Eintrittsgeld zurückfordern
  • Sie können Ihr Ticket spenden

Diese Optionen werden von Adticket abgewickelt, eine gesonderte E-Mail wird Ihnen zugestellt. Oder Sie fragen nach Telefon Hotline 0180 6050400.

DIE VERANSTALTUNGEN

  • Maximal 80 Zuschauer
  • Die Burg bleibt geschlossen
  • bei jedem Wetter wird draußen gespielt, bitte warme Kleidung mit bringen, Regenschirme sind untersagt
  • Keine Bewirtung in der Pause, Sie dürfen gerne eigene Getränke mitbringen
  • Toiletten stehen im Innenhof zur Verfügung
  • Das Gelände ist geschlossen
  • Bitte aktuelle Coronaregeln beachten

Das Projekt

Die Möwe 2021 – Lebendiges Theater gegen den Frust

Wir inszenieren Anton Tschechows Weltklassiker als Freilichttheaterstück in historischem Ambiente. Die Inszenierung spricht durch ihre Lebendigkeit das emotionale Erleben

an und wird zu einem Fest des Theaters für Zuschauer und Schauspieler.

Frustration und geplatzte Träume sind in der Corona-Zeit an der Tagesordnung.

Abgesagte Veranstaltungen und Projekte treffen unser Publikum und uns Künstler hart.

Wir bringen ein zehnköpfiges Ensemble wieder auf die Bühne.

Der Innenhof der malerischen Wasserburg Brüggen wird zum russischen Gutshof um 1900, mit historischen Kostümen und einer werkgetreuen Inszenierung von Anton Tschechows Weltklassiker „Die Möwe“.

Die Zuschauer sitzen halbrund um die Bühne angeordnet. Ein Teil der Aktion findet an verschiedenen Orten im Innenhof statt.

Zum Stück

Die junge Nina lebt in der russischen Provinz und langweilt sich zu Tode. Das Nachbargut ist für sie die große weite Glamourwelt der Stars, die wir heute aus Hochglanzmagazinen und aus dem Internet kennen.

Jedes Jahr kehrt dort eine illustre Gesellschaft aus der Großstadt ein, unter Ihnen der glamouröse Schriftsteller Triogorin und der Schauspielstar Arkadina. Nina träumt den Traum vieler Mädchen: Sie will auch Schauspielerin werden – und berühmt. Sie beginnt eine Affaire mit Trigorin, folgt ihm in die Großstadt, verliert ihr Baby und wird verlassen.

Die Geschichte um Nina, die unglückliche Liebe, Isolation, Enttäuschung und Schicksalsschläge nicht davon abhalten, ihrer Berufung als Schauspielerin zu folgen, zeigt viele Parallelen zur heutigen Wirklichkeit. 

In der Coronazeit, trotz vieler Rückschläge, weiterzumachen, fordert viel. Dennoch folgen wir Schauspieler, trotz momentaner, dauerhafter schlechter Umstände, unserer Berufung. Das geht vielen Menschen in vielen verschiedenen Lebensbereichen so. Doch alle eint die Hoffnung und der Mut, weiter voran zu gehen. So wie Nina.

Das Werk offenbart seine dichterische Bedeutsamkeit nicht auf den ersten Blick, sondern im Seelengehalt seiner Menschen. Beim genaueren Hinsehen verbirgt sich hinter jeder Person des Stückes eine komplizierte innere Tätigkeit. Sehnsüchte sind in den Bereichen der Liebe, der Arbeit und der Kunst vorhanden – wie auch im heutigen Leben.

Um Tschechows Werk zu inszenieren und seine menschliche Zeitlosigkeit zu begreifen, ist eine Handlungsanalyse notwendig.

Die Uraufführung von Tschechows „Möwe“ im Jahr 1896 war ein Fiasko. Erst unter der Regie von Theaterreformer Stanislawski, der eine detaillierte Handlungsanalyse vornahm und seine Methode der „Kunst des Erlebens“ anwandte, wurde sie weltberühmt.

Besetzung

Nina SaretschnajaChristina Wouters
Konstantin TrepljowTim Fairhurst
Boris Alexejewitsch TrigorinDannie Lennertz
Pjotr Nikolajewitsch SorinChristian Stock
MaschaSophia Mutschler
Semjon Semjonowitsch MedwedenkoGareth Charles
Irina NikolajewnaVerena Bill
Jewgeni Sergejewitsch DornMichael Koenen
Polina AndrejewnaNadine Schaub
Ilja Afanassewitsch SchamrajewManfred Reiffs
Die Besetzungsliste, Besetzung durch Verena Bill

Lebendiges Theater

Wir entwickeln die Figuren auf Basis einer solchen Handlungsanalyse und unter Anwendung von Stanislawskis Methode. 

Mit ihrer Hilfe spüren wir die inneren verborgenen, emotionalen Dramen der Personen auf, um sie spannungsreich zu zeigen. Die dadurch entstehende dichte, emotional geladene Atmosphäre, reißt sowohl Zuschauer als auch Schauspieler mit. Die Inszenierung wird lebendig und zum wahren Theaterfest.

Die Aufführungsorte

Unser Publikum liebt besondere historische Schauplätze.

7 Vorstellungen finden im malerischen Innenhof der Wasserburg in Brüggen statt.

Eine Abschlussvorstellung ist im wunderbaren Ambiente des Niederrheinischen Freilichtmuseum Grefrath geplant. Im Freilichtmuseum wird vor einem alten Gehöft, ohne Bühne gespielt.

Die Zuschauer sitzen mitten im Geschehen und erleben hautnah die Geschehnisse auf dem russischen Gutshof um 1900 mit. Das malerische Ambiente der Aufführungsorte unterstützt die Vorstellungskraft von Publikum und Schauspielern.

Aufführungen

  • Premiere Festspielstück Mittwoch 14.7.2021, 20 Uhr 
  • Festspielstück Freitag 16.7.2021, 20 Uhr
  • Festspielstück Samstag 17.7.2021, 20 Uhr
  • Festspielstück Mittwoch, 28.7.2021
  • Festspielstück Donnerstag 29.7.2021
  • Festspielstück Freitag 30.7.2021
  • Festspielstück Samstag 31.7.2021, Endveranstaltung

Aufführung Niederrheinisches Freilichtmuseum Samstag  11.9.2021 ab 19 Uhr

Alle Veranstaltungen finden unter freiem Himmel statt.

Die Zuschauer melden sich vorab über Internet an. www.niederrheintheater.de

Auf erforderliche coronabedingte Änderungen können wir jederzeit flexibel reagieren.

Nachhaltigkeit

„Die Möwe“ verbleibt im Repertoire des NiederrheinTheaters.

Weitere Aufführungen z.B. auf der internationalen Tschechow-Woche in Badenweiler sind geplant.

Zukünftige Aufführungen in anderen Städten und Gemeinden sind wünschenswert.

Herzensprojekt

Für Regisseurin Verena Bill ist die Inszenierung der Möwe ein Herzensprojekt.

„Kunst des Erlebens und Analyse der Handlung – Tschechows „Die Möwe“ und der frühe Stanislawski“ lautete das Thema ihrer Magisterarbeit an der Ruhr-Universität Bochum.

Im Rahmen ihrer Schauspielausbildung und ihrer späteren Arbeit als Regisseurin und Schauspiellehrerin erforschte sie die Methoden des lebendigen Spiels intensiv. Publikum und Ensemble lieben die emotionale Spannung Ihrer Inszenierungen.

Grafikmaterial

Das Ensemble, Foto NiederrheinTheater

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