Die Möwe 2021 | Anton Tschechow | Badenweiler

Veranstaltungs Beginn

19:00 - 23:00
Sold out!

Veranstalter

Literarisches Tschechow Museum Badenweiler
Website
http://www.literaturmuseum-tschechow-salon.de/de/veranstaltungen.html
NiederrheinTheater, Probenfoto | Foto: Oliver Drüse, Snape Count Shootings | Düsseldorf

Die Möwe 2021 – Lebendiges Theater gegen den Frust

Wir inszenieren Anton Tschechows Weltklassiker als Freilichttheaterstück in historischem Ambiente. Die Inszenierung spricht durch ihre Lebendigkeit das emotionale Erleben
an und wird zu einem Fest des Theaters für Zuschauer und Schauspieler.

Frustration und geplatzte Träume sind in der Corona-Zeit an der Tagesordnung. Abgesagte Veranstaltungen und Projekte treffen unser Publikum und uns Künstler hart.

Wir bringen ein zehnköpfiges Ensemble wieder auf die Bühne.

Zum Stück

Die junge Nina lebt in der russischen Provinz und langweilt sich zu Tode. Das Nachbargut ist für sie die große weite Glamourwelt der Stars, die wir heute aus Hochglanzmagazinen und aus dem Internet kennen.
Jedes Jahr kehrt dort eine illustre Gesellschaft aus der Großstadt ein, unter Ihnen der glamouröse Schriftsteller Triogorin und der Schauspielstar Arkadina. Nina träumt den Traum vieler Mädchen: Sie will auch Schauspielerin werden – und berühmt. Sie beginnt eine Affaire mit Trigorin, folgt ihm in die Großstadt, verliert ihr Baby und wird verlassen.

Die Geschichte um Nina, die unglückliche Liebe, Isolation, Enttäuschung und Schicksalsschläge nicht davon abhalten, ihrer Berufung als Schauspielerin zu folgen, zeigt viele Parallelen zur heutigen Wirklichkeit.

In der Coronazeit, trotz vieler Rückschläge, weiterzumachen, fordert viel. Dennoch folgen wir Schauspieler, trotz momentaner, dauerhafter schlechter Umstände, unserer Berufung. Das geht vielen Menschen in vielen verschiedenen Lebensbereichen so. Doch alle eint die Hoffnung und der Mut, weiter voran zu gehen. So wie Nina.

Das Werk offenbart seine dichterische Bedeutsamkeit nicht auf den ersten Blick, sondern im Seelengehalt seiner Menschen. Beim genaueren Hinsehen verbirgt sich hinter jeder Person des Stückes eine komplizierte innere Tätigkeit. Sehnsüchte sind in den Bereichen der Liebe, der Arbeit und der Kunst vorhanden – wie auch im heutigen Leben.

Um Tschechows Werk zu inszenieren und seine menschliche Zeitlosigkeit zu begreifen, ist eine Handlungsanalyse notwendig.

Die Uraufführung von Tschechows „Möwe“ im Jahr 1896 war ein Fiasko. Erst unter der Regie von Theaterreformer Stanislawski, der eine detaillierte Handlungsanalyse vornahm und seine Methode der „Kunst des Erlebens“ anwandte, wurde sie weltberühmt.

Lebendiges Theater

Wir entwickeln die Figuren auf Basis einer solchen Handlungsanalyse und unter Anwendung von Stanislawskis Methode.
Mit ihrer Hilfe spüren wir die inneren verborgenen, emotionalen Dramen der Personen auf, um sie spannungsreich zu zeigen. Die dadurch entstehende dichte, emotional geladene Atmosphäre, reißt sowohl Zuschauer als auch Schauspieler mit. Die Inszenierung wird lebendig und zum wahren Theaterfest.

Herzensprojekt

Für Regisseurin Verena Bill ist die Inszenierung der Möwe ein Herzensprojekt.
Kunst des Erlebens und Analyse der Handlung – Tschechows „Die Möwe“ und der frühe Stanislawski“ lautete das Thema ihrer Magisterarbeit an der Ruhr-Universität Bochum.

Im Rahmen ihrer Schauspielausbildung und ihrer späteren Arbeit als Regisseurin und Schauspiellehrerin erforschte sie die Methoden des lebendigen Spiels intensiv. Publikum und Ensemble lieben die emotionale Spannung Ihrer Inszenierungen.

Gefördert durch


Was ist es?

Niederrheinische Theaterfestspiele,
Schauspiel
QR Code

Das Event ist beendet

Kommentar verfassen