Die Niederrheinischen Theaterfestspiele wurden 2010 von Verena Bill und Michael Koenen gegründet und machten den historischen Innenhof der Burg Brüggen zur Freilichtbühne.
Alle Inszenierungen wurden von Verena Bill als Regisseurin inszeniert. Sowohl sie als auch Michael Koenen gehören zum festen Ensemble – Verena Bill führte bei allen Inszenierungen Regie. Zahlreiche renommierte Gäste bereicherten das Festival über die Jahre.
2010 – Der Bär & Der Heiratsantrag
(Anton Tschechow)

Besetzung:
Beschreibung: Zwei Einakter, die Tschechows feinsinnigen Humor mit zeitloser Situationskomik zeigen: Der impulsive Smirnof trifft auf eine trauernde Witwe – und ein scheinbar harmloser „Heiratsantrag“ entpuppt sich als komödiantisches Duell.
2011 – Fräulein Julie
(August Strindberg)

Besetzung:
Beschreibung: Ein intensives Psychodrama: Julie, die Adelige, und ihr Diener Jean verstricken sich in Machtspiele, Leidenschaft und Klassenverbote – eine beklemmende Atmosphäre und psychologisch tief erarbeitete Figurenführung.
2012 – Acht Millionäre
(Robert Thomas)

Besetzung:
Beschreibung: Eine tödliche Runde reicher Erben in einer verschlossenen Villa: Pointenreicher Humor, überraschende Wendungen und eine gehörige Portion Nervenkitzel machen das Stück zu einem perfekten Sommertheater-Krimi.
2013 – Alles nur aus Liebe
(Alan Ayckbourn)

Besetzung:
Beschreibung: Typisch britischer Humor: Vier Liebesgeschichten, die chaotisch miteinander verwoben sind. Gewürzt mit Witz, Ironie und einem Hauch Melancholie.
2014 – Der Diener zweier Herren
(Molière)

Besetzung:
Beschreibung: Rasante Action im Commedia-stil: Der clevere Diener Truffaldino jongliert Kundschaft, Verwechslungen und Liebeswirren – Tempo und Spielfreude sind purer Genuss.
2015 – Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
(Edward Albee)

Besetzung:
Beschreibung: Ein dramatischer Abend mit intensiven Dialogen: Die explosive Mischung aus Alkohol, Sex und psychologischen Abgründen lässt das Publikum kaum Luft holen – in dieser Produktion wurden alle Register gezogen.
2016 – Die besten Tage meines Lebens
(Frank Pinkus)

Besetzung:
Beschreibung: Eine behutsame Reflexion über verpasste Chancen und familiäre Bindungen. Sanft, humorvoll und mit tiefem Blick auf den Alltag.
2017 – Das Spiel von Liebe und Zufall
(Marivaux)

Besetzung:
Beschreibung: Leichtfüßige Rokoko-Komödie: Verkleidungen, Rollenspiele, Liebe – ein Spiel zwischen Schein und Sein. Ideale Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang.
2018 – Fisch zu viert
(Kohlhaase & Zimmer)

Besetzung:
Beschreibung: Krimidrama im Stil der 1920er Jahre: Drei Brauerei-Erbinnen und ihr jalousischer Diener Rudolf – Intrigen und tödliche Verwicklungen. Spannung und schwarzer Humor in Reinkultur.
2019 – Alles über Liebe
(Stefan Eckel)

Besetzung:
Beschreibung: Szenen einer Beziehung – herzerwärmend, humorvoll, mit Tiefgang und lakonischem Humor. Ein sensibles Portrait moderner Gefühlswelten.
2020 – Pandemiepause
Aufgrund von Corona fand keine Aufführung statt. Das Festival kehrte gestärkt zurück und öffnete 2021 wieder seine Pforten.
2021 – Die Möwe
(Anton Tschechow)

Besetzung:
Beschreibung: Ein vielschichtiges Drama über Künstlerträume, Sehnsucht und enttäuschte Hoffnungen. Neu interpretiert – mit erweiterter Besetzung und erneuerter Atmosphäre.
2022 – Küss mich, als wäre es das erste Mal
(Stefan Eckel)

Besetzung:
Beschreibung: Eine romantische Komödie über Erinnerung und Neubeginn: Humorvoll und berührend zugleich, mit einem Gefühl für zweiter Chancen.
2023 – Zwei Hochzeiten und ein geplatztes Geschäft
(Anton Tschechow)

Besetzung:
Beschreibung: Drei Einakter, die geschickt Tschechows satirischen Blick auf Gesellschaft und Beziehungen zeigen – charmant, pointiert und sommerlich leicht.
2024 – Die Niere
(Stefan Vögel)

Besetzung:
Beschreibung: Komödie mit Biss: Medizinische Themen treffen Alltag. Schräge Figuren, überraschende Dialoge und minutiös inszenierte Szenensprünge.
2025 – Engelchen und Teufelchen
(Stefan Schröder)

Besetzung:
Beschreibung: Zweipersonenstück pur: Ein Engel und ein Teufel stranden im Hotel – und erleben einen skurrilen Rollentausch mit Witz, Situationskomik und Tiefgang .
Die Festspiele zeigen eindrucksvoll die Entwicklung von Freilichtklassikern über moderne Milieustudien zu pointierten Zwei-Personen-Abenden. Das Stammduo Bill & Koenen bildet dabei stets das Zentrum – ergänzt durch starke Gastauftritte, die jedes Jahr neue Facetten mitbringen. Von Komödien bis Psychodramen – das Repertoire ist vielfältig, die Qualität durchgängig hoch.