König Drosselbart

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„König Drosselbart“ oder „Der Widerspenstigen Zähmung“ – ein Märchen nach Motiven der Brüder Grimm und William Shakespeares
Prinzessin Roswitha verunglückt mit ihrer Kutsche im Wald. Ein junger Reiter hilft ihr, doch sie behandelt ihn schnippisch. Im Schloss angekommen, wird sie schon von Freiern erwartet. Sie kann wählen, aber keiner ist ihr gut genug; auch nicht der letzte, jener Reiter aus dem Wald – weil er einen Bart wie eine Drossel hat. Roswitha ist derart verletzend, dass der König beschließt, ihr den nächsten Bettler, der aufs Schloss kommt, zum Mann zu geben. Es ist ein Spielmann, und Roswitha muss ihm in seine ärmliche Hütte folgen. Ihre Widerborstigkeit verfliegt langsam, angesichts der Güte des Mannes. Nachdem dieser ihr einige heilsame Lehren erteilt hat, ändert sie sich, und der Spielmann gibt sich als König Drosselbart, den sie verspottet hat, zu erkennen. Aus den beiden wird ein glückliches Paar.Die Geschichte um die hochmütige Prinzessin, die jeden verspottet und sich für alles zu gut ist, dann aber von dem freundlichen, als Bettler verkleideten König Drosselbart mit vielen Tricks und noch mehr Geduld auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt wird, ist ein eher untypisches Märchen. Hier geht es nicht um Gut und Böse, sondern um Menschlichkeit, Moral und Liebe. Die langsame Veränderung der Königstochter und die Geschicklichkeit und Ausdauer Drosselbarts beim „Heilungsprozess“ der Prinzessin gleichen fast einer Sozialstudie über die Menschen.Die heilsamen Lehren, die der Spielmann, alias Drosselbart, seiner Frau erteilt sind von Shakespeares Theaterstück „Der Widerspenstigen Zähmung“ inspiriert und bringen den Zuschauern auch ein Stückchen Weltliteratur näher.

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